Die Freie Debattierliga (FDL) ist der Zusammenschluss dezentral organisierter Debattierturniere im deutschsprachigen Raum zu einem gemeinsamen ganzjährigen Wettbewerb sowohl zwischen Clubs als auch Einzelrednern.
Die FDL-Regeln finden sich hier, Kontaktaufnahme mit den Koordinatoren Matthias und Philipp ist per E-Mail möglich.

Montag, 28. Juli 2014

Wer keine Mückenstiche hat, war nicht am Bodden

Aus, aus, aus, die Saison ist aus! Die FDL - vielleicht zum letzten Mal als solche - hat einen Sieger der Saison 2013/14: Herzlichen Glückwunsch nach Marburg, welches seinen ersten Platz seit Bayreuth wacker verteidigt und ausgebaut hat!

Aber zurück auf Anfang, zum Boddencup am vergangenen Wochenende, an dem das Marburger Sommermärchen sein erfolgreiches Ende fand. Jedes Jahr das Gleiche: Crash-Unterkunft, Vorrunden in der Philologie, Grillen am Strand, Debattierer in kurzer Wäsche, Brötchen mit Pesto, Mozarella und Trockentomaten beim Finale in der Anatomie. Manche würden es uninnovativ nennen, wir nennen es das großartige Debattierer-Sommer-Treffen! Und das ist auch gut so, weil der anwesende Koordinator mit anderen Vergnügungen im Norden beschäftigt ist und der andere Koordinator aus der Ferne diesen Artikel schreibt. Egal wie die Liga im nächsten Jahr heißt, wir freuen uns wiederzukommen zum Showdown am Bodden 2015. Showdown im Kampf mit den Mücken, versteht sich.

Zum sportlichen Teil dieses Turniers. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, dass es ein Turnier in Berlin war, denn aus der Hauptstadt sind ganze acht Teams angereist, genauso viele wie es Berliner Teams beim Berlin Punk gab und nur geschlagen von den 9 Teams, mit denen Münster bei seinem Nikolausturnier angetreten ist.

Man wird schon fast sentimental: Die letzte FDL Tabelle für diese Saison

Berlin hat seine starke Präsenz auch in FDL Punkte umgewandelt und das Turnier gewonnen. Nachdem drei von vier der Finalteams von der BDU gestellt waren, war das aber zumindest statistisch keine Überraschung mehr. Aber auch Marburg sammelt weiter Punkte und holt nach FDL Punkten den zweiten Platz. Insgesamt wurden aber in Greifswald sehr wenige FDL Punkte vergeben, denn Berlin blockiert mit seinen acht Teams, von denen sechs in den Top 10 (und somit im FDL-Punkte-Bereich) gelandet sind, ganz viele Punkte. Mainz hat schon gesehen, dass sich an ihrem dritten Platz in der FDL nichts mehr ändern ließ und hat auf die Anreise ganz verzichtet. Pah!

Regelliebhaber wird interessieren, dass zwei Vereine - Marburg und Münster - in dieser Saison auf allen Turnieren angetreten sind und nach Adam Riese (und FDL-Regelwerk 4.1) muss daher das Turnier mit den wenigsten Punkten abgezogen werden. Beide Clubs haben aber exakt einmal nicht gepunktet, daher konnten wir Koordinatoren uns die manuelle Punktekorrektur hier ersparen.

Zur Feier des Tages sogar mit den Top 30 - die Rednertabelle

Berliner haben auch bei den Einzelrednern in diesem Turnier groß gepunktet - nur leider waren sie damit etwas spät dran, um die Top 10 noch aufzurütteln. Konrad Gütschow hat gekämpft, und seinen traditionellen Teampartner Lennart auch geschlagen am Bodden - nur leider hat es trotzdem nicht gereicht. Es hätte jedenfalls ein zweiter Platz auf dem Tab werden müssen, aber es wurde nur ein Fünfter. Damit hat sich das Zittern für Lennart gelohnt - seit unserem ersten Turnier in Heidelberg hat er den ersten Platz inne und keiner hat es geschafft seine fast perfekte Kombi aus zwei Top-of-the-Tabs und einem zweiten Platz zu schlagen. Herzlichen Glückwunsch!

Einen Titel teilen sich aber Lennart und Konrad, zusammen mit ihrem Vereinskollegen Tobias Kube: Die Goldene Socke für die meisten Turnierstarts der Saison. Tobias hält diesen Titel damit zum dritten Mal in Folge. Das nennen wir Durchhaltevermögen und wahre Liebe zur FDL!

Auf wahre Liebe zur FDL hoffen wir auch in der nächsten Saison wieder, und danken allen, die diese Saison teilgenommen haben!

Die Gedanken der Achten Minute zu den Geschehnissen am Bodden

Die Tabs vom Bodden

mc

Donnerstag, 24. Juli 2014

Aus Bunga Bunga werden die Göttinger Sieben

Ungekürzt und unzensiert auch diese wichtige Mitteilung aus Göttingen zum ehemaligen Bunga Bunga Cup. Das wichtigste für alle, die besorgt waren: Es gibt für's Social kein Berlusconi Paket.

Liebe Debattierfreunde,

unser Direktor für Diversity und Clubequityofficer Nicolas Friebe hat nach Konferierung mit dem Vorstand der BDU und sorgfältiger Prüfung entschieden, dass der bisherige Titel des "Bunga-Bunga-Cup - DAS Turnier für interkulturellen Austausch" Sexismus, Rassismus oder gar Prostitution von Minderjährigen verherrlichen könnte. Hintergrund dieser Entscheidung ist folgende Sorge der Berliner:
"Seit der Affäre um den ehemaligen italienischen Präsidenten Belusconi sind die „BungaBunga“ Sexpartys begrifflich in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Handelt es sich bei diesem Turnier um eine, an diese Partys angelehnte, Veranstaltung, bei der ebenfalls minderjährige Mädchen prostituiert werden, sehen wir uns gezwungen euch von einer Umsetzung  einer solchen gesetzes widrigen Veranstaltung abzuraten. Handelt es sich nicht um solch eine Veranstaltung, dann sehen wir eine Verharmlosung dieser Straftat gegeben, durch die Verwendung des gleichen Begriffs für ein Debattierturnier bei dem “BungaBunga” synonym für Spaß verstanden wird. Außerdem hat sich der Terminus „BungaBunga“  bereits vor 2010 im Sprachgebrauch manifestiert und stellt eine lautliche Imitation „primitiver“ (afrikanischer) Sprachen dar und wäre damit latent rassistisch."

Da wir uns nicht von den Berlinern Ignoranz, Intoleranz und Respektlosigkeit vorwerfen lassen wollen, geschweige denn die Organisation einer Sexorgie mit minderjährigen Prosituierten, hat der Vorstand des Göttinger Debattierclubs auf Empfehlung des Göttinger Diversity Direktors entschieden, den "Bunga-Bunga-Cup" in den "Cup der Göttinger Sieben" umzubenennen. Alle anderen Daten bleiben wie gehabt!
Wir bitten daher die Koordinatoren der FDL und die Achte Minute die Änderung des Namens auf der Homepage vorzunehmen und entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten!

Für den Vorstand des Göttinger Debattierclubs

David Coenen-Staß                                                     Franziska Frese
- Vizepräsident & Cheforganisation -                        - Cheforganisation -

Dienstag, 22. Juli 2014

...und es hat Bäm gemacht

Am Tag nach dem Turnier war die Stadt nicht wiederzuerkennen. Grauer Himmel und Regen statt sengender Hitze und strahlender Sonne. Am Tag zuvor wuselten Helfer und Cheforga hektisch herum, immer das beste für jeden zu ermöglichen; nun ging niemand vor die Tür. Die Stadt hatte einen Feierkarter, ausgelöst von Melonenlikör, Euphorie und Müdigkeit. Nur eine eine Stadt der FDL ist in der Lage ein derartiges "Tag danach" Gefühl zu vermitteln: Heidelberg! Diesmal hat uns die Rederei ein Turnier vor den Latz geknallt!

Das HeidelBÄM war gut ausgestattet mit genausovielen Chefjuroren wie Vorrunden (die großartigen Alexander Labinsky und Sascha Schenkenberger sowie ein Dritter, über den wir lieber Schweigen), einem tatsächlich eingehaltenem Zeitplan und Pokemon als Thementeaser und Raumnamen. Selbst zwei große Töpfe mit schlechtgewordenem Chilli konnten die Stimmung nicht trüben, da niemand es bemerkt hätte, wenn die Orga es nicht voller bedauernd verkündet hätte. Aber nach dem Ein-Tages-Turnier ist immer auch vor der Party und hier wollte und musste die Rederei nicht hinter Debating zurückstecken. Gab es dort eine luftige Villa mit Public Viewing, so hatten die Organisatoren wettergerecht einen kühlen Keller organisert in dem es sich ausgelassen Feiern ließ. Und was gab es zu feiern?

Was Sie nicht sehen:  67 % der teilnehmenden Clubs haben zumindest einmal Punkte geholt!

Den vierten FDL Turniersieg des Marburger Clubs in Folge! Und mit 12 Punkten Vorsprung können sie schonmal die Melodie zu "So gehen die Tübinger...." einüben, denn Tübingen braucht, um die Krone noch zu bekommen, Schützenhilfe. Im Falle eines Tübinger Sieges beim Boddencup am nächsten Wochenende müssen sich 5 Teams auf die nachfolgenden Plätze vor dem ersten Marburger Team belegen. Die BDU könnte hier zum Königsmacher werden, doch zu welchem Preis? (Kennt noch wer die "Formatkriege"?) Aber vielleicht ist es auch schon Antrieb genug, dass die Münsteraner Schnecke mit ihnen auf einer Stufe steht. Wenn nun schon Saisonschluss wäre, wäre Münster aber hinter der BDU - denn im Falle von einer Teilnahme an allen Turnieren wird das schlechteste Ergebnis gestrichen und Münster würde doch ein Punkt fehlen. Oder aber die Schönheit des Boddens lockt diesen für die Top 10 knapp unterdurchschnittlich aktiven Club (7 zu 7,3) aus seinem Versteck. In other news: Wir begrüßen den AfA Salzburg und Debating Heidelberg in der Liste der bepunkteten Clubs!


Was Sie nicht sehen: Die Top 16 % der bepunkteten Redner besitzen 47,2% der Punkte!
In die Reihen der Top 10 RednerInnen hat mit Sarah Kempf  nun endlich wieder ein Frau Einzug genommen. Zugleich hat sie jedoch verhindert, dass sich mit Willy Witthaut ein echte Gefahr für Lennart Lokstein entwickeln konnte. Durch seinen zweiten Platz kann Willy nun bei einem TotT auf dem Boddencup nur gleichziehen. Selbiges gilt für Marcel Jüling und Tobias Kube. Nur der Langzeitführende Konrad Gütschow könnte Lennart einholen. Da er aber die letzen beiden Turnier immer Hand in Hand mit Lennart auf dem gleichen Platz stand, müsste er sich darum bemühen seinen Teampartner aktiv vom gemeinsamen Toplatz zu verdrängen. Wir warten gespannt auf einen Backstab!

Fazit: Geile Stadt, Geiler Club, Geile Stimmung, Supergeil! Hier hat sich ein Club für größeres beworben. Nein, eine Stadt hat sich für etwas größeres beworben! Denn wer noch um ein Uhr nachts auf der Party war, konnte sehen, wie die beiden einst konkurrierenden Clubs gemeinsam ausgelassen feierten. Dieses Turnier hat zusammenwachsenlassen, was zusammengehört. Wir wollen wiederkommen! Ein drittes Mal in einem Jahr!! Vielleicht zur ZEIT DEBATTE Heidelberg?

P.S: Und was alle Ausrichter sich merken sollten: alkoholische Geschenke können einer Party nie schaden!

pks/mc

Da bleibt selbst den Kommentatoren die Spucke weg!

Wir freuen uns auf ein Turnier in Göttingen:
Hier die ungekürzte und unkommentierte Einladung der Veranstalter.


Hallo liebe Debattierfreunde,

der Debattierclub Georgia Augusta freut sich frohe Kunde zu verbreiten:

Vom 19.9.-21.9.2014 wird in Göttingen der 

1. Göttinger Bunga-Bunga-Cup - DAS Turnier für interkulturellen Austausch 

stattfinden.

Das Turnier wird in BPS auf deutsch abgehalten und ist kein Spaßturnier, allerdings Teil der FDL.

Als Chefjuroren konnten wir Michael Saliba, Clemens Lechner und Nicolas Friebe gewinnen.

Es wird 6 Vorrunden, ein Halbfinale und ein Finale geben. Als Jurorenregelung werden wir die 
Clubregel anwenden, was bedeutet dass jeder teilnehmende Club einen Juroren stellen muss.

Unterkunft ist Crash, allerdings werden Duschen direkt am Crashort vorhanden sein.
Anreise kann ab Freitag Abend erfolgen. Turnierbeginn wird Samstag morgen um 8:00 Uhr sein.

Wir werden 24 Teamplätze anbieten, können aber bei Bedarf auf bis zu 32 Teamplätze aufstocken.

Der Kostenpunkt liegt bei 105 EUR pro Team, dass aus 2 Rednern und 1 Juroren besteht. Bitte beachtet dass wir nur Teamüberweisungen annehmen und daher die 105 EUR auch zu bezahlen sind falls z.B. das 2. oder 3. Team eines Clubs keinen Juror mitbringt.

Verpflegung wird mit Fleisch sein, wir bieten allerdings auch vegetarische Verpflegung an.

Falls ihr nun Lust bekommen habt, dann schickt uns bitte unter bungabungacup@gmail.com[1] eure Anmeldung. Bitte gebt eure Anzahl an gewünschten Teams und eine Kontaktperson (am besten mit Telefonnummer UND Emailadresse) an. 

Bitte nutzt die Email auch bei Rückfragen.

Die Anmeldung ist ab sofort eröffnet und schließt am 17.8.2014 um 23:59 Uhr.

Wir freuen uns auf EUCH !

Für den Vorstand des Debattierclub Göttingen

David Coenen-Staß

- Vizepräsident -

Dienstag, 17. Juni 2014

Und hinter dem Geheimturnier verbirgt sich...

Weil die Facebook begeiesterung garnicht aufhören will, veröffentlichen wir hier schonmal, was die Achte Minute auch raushauen wird. (Man beachte, das wir dieses Saison zum ersten mal schneller sind als Kollegen!)

Boddencup 2014 - meer als ein Turnier

Liebe Debattierende,

 uns haben auf Turnieren und Clubabenden immer wieder Gerüchte erreicht, der Boddencup würde dieses Jahr nicht stattfinden. Das dementieren wir hiermit nach inoffizieller Verkündung auf der DDM in
Berlin auch ganz offiziell und laden euch herzlich zum 6. Boddencup nach Greifswald ein!

 Als letztes Turnier der FDL-Saison 2013/2014 bietet euch der Boddencup wie gewohnt fünf Vorrunden, Halbfinale und Finale im Format BP. Chefjuroren sind Marc-Andre Schulz (Aachen), Barbara Schunicht (Hamburg) und Sarah Jaglitz (Greifswald/Berlin).

Anreise ist am Freitag, den 25. Juli bis 23 Uhr, Anreise zu 19h wird empfohlen, um garantiert Abendessen zu bekommen. Das Finale am Sonntag endet so, dass der 15:20 Uhr-Zug nach Berlin erreicht wird, der Euch noch z.B. Aachen, Tübingen oder Freiburg erreichen läßt.

Der Teilnahmebeitrag beträgt 17 Euro pro Person, die Unterbringung erfolgt auf Crash-Basis. Wem das zu rustikal ist, dem empfehlen wir Privatbuchung im Majuwi (www.majuwi.de), die Jugendherberge ist an dem Wochenende leider schon ausgebucht. Am Samstagabend grillen wir traditionsgemäß, Baden im
Bodden ist optional. Die Vorrunden finden auf dem alten Campus in der Innenstadt statt, das Finale voraussichtlich in den ehrwürdigen Hallen der Anatomie, beides vom Bahnhof und den Crashunterkünften zu Fuß zu erreichen. Für Frühstück (Samstag und Sonntag), Mittagessen (nur Sonntag; Samstag
Mittag Selbstverpflegung) und Abendessen (Freitag und Samstag) ist gesorgt. Wahlmöglichkeiten zu fleischhaltigen, fleischfreien und anderen Essenszusammenstellungen werden wir nach den Anmeldungen zusammen mit den Teilnehmerdetails abfragen.

Das Teamcap beträgt vorerst 24 Teams. Soweit möglich können in Absprache weitere Teams in Vierergruppen zugelassen werden. Es gilt die N-1 Regel, freie Juroren sind herzlich willkommen.

Die Anmeldefrist beginnt am 23. 6. und endet am 7. Juli um 18 Uhr, Anmeldungen bitte an Reinhard Müller unter boddencup2014@gmail.com schicken.

Für Fragen stehen wir euch unter dieser email-Adresse oder auf Facebook ( https://www.facebook.com/events/742575499118244/?notif_t=plan_user_invited]) zur Verfügung.

 Wir freuen uns schon auf Euch!

Für den Debattierclub Greifswald: Oliver, Reinhard und Sarah

Sonntag, 1. Juni 2014

Blog post dich, Koordinator streck dich, Punkte aus dem Sack!

Liebe Leser an den Empfangsgeräten,

Es waren einmal …
…unermüdliche vegetarische Marburger. Die hatten schon zweimal das gesamte VDCH-Land zu sich eingeladen. Doch die Marbuger dachten sich: „Wir wollen es nochmal wissen: erst den Kick-Off, dann das Geschichtsturnier und beim dritten Mal mit dem Brüder Grimm Cup in die FDL. Gesagt, getan und schon fand wieder ein Turnier im Herzen Deutschlands statt. Und als der Ruf vernommen wurde, da wollten so viele Clubs teilnehmen, dass zuerst jeder Club nur ein einziges Team entsenden durfte. Die Gäste reisten zu jeder erdenklichen Tages- und Nachtzeit an, um sich in 4 Vorrunden, zwei Halb- und einem Finale zu messen. Die Chefjuroren verkündeten vergnügt: „ Hier wird es Themen geben, die ihr so noch nicht gesehen habt.“ Und wie staunten die Redner, als sie die Themen sahen! Dafür wurden sie gut verpflegt denn in Marburg gab‘s die vegetarische Falafel mit der extra Pommes im Boden. Die Party hielt man dort wo schon früher gefeiert wurde. Doch was machten die frechen Debattierer? Sie genossen bis kurz vorm Break die letzten Sonnenstrahlen und tauschten teilweise Katzenfotos aus. Ein Trend, der sich bis zum heutigen Tage fortsetzt.

Langeweile in der Clubtabelle

Gerade einmal 3 Clubs bringen Bewegung in die Liga. Vorne bauen die Marburger im Heimspiel ihren Vorsprung um 4 auf 6 Punkte aus. Dahinter hat sich Mainz auf dem dritten Platz der FDL durch zwei Punkteschluchten nach vorne (29) und hinten (15) abgegrenzt. Im Mittelfeld bekommt nicht nur die BDU sondern auch das Aachen-Münster Mixed-Team 7 Punkte. Somit kann können im Gleichschritt keine Überholmanöver eingeleitet werden.

Ein hübsches Exemplar einer Rednertabelle

Neu in den Top 10 der Rednerliste wiederrum ist Steffan Torges. Potenzial auf einen Geteilten ersten Platz kündigt Marcel Jüling an der mit einem TotT mit Lennart Lokstein gleichziehen könnte. Ebendieser ist mit seinem Langzeitpartner, trotz diesmal unterschiedlicher Teams, punktgleich auf Platz 5 des Tabs, der beiden nicht weiterhilft. Auffällig sind die beiden Nullen bei dem Marburger Siegerteam Tobias Kube und Ruben Brandhofer. Diese sind in der Rednerleistung damit zu begründen, dass das Team in einer Runde freiwillig aussetzte. Der Springer Nicolas Friebe hielt statt ihnen mit 85 Punkten die beste Einzelrede des Turniers. An dieser Stelle begrüßen wir neu in den Top 20 Robert Pietsch und Felica Höer, die Endlich die OTTotTs aus der Liste schmeißen.

Die FDL macht jetzt erst einmal einen Monat Sommerpause und lässt sich wie die Bundesliga mit der WM durch die DDM substituieren. Danach haben wir noch 2 Turniere im Juli und das erste Turnier der neuen Saison direkt danach im August. Warum neue Saison? Weil die FDL seit der letzten VDCH Mitgliederversammlung nach dem Geschäftsjahr des VDCH läuft. Dadurch endet die Liga mit dem Juli. Mehr Turnierdetails gib es wahrscheinlich auf der DDM.

Bis dahin: Und wenn Marbuger in der nächsten Saison nicht gestorben sind, dann organisieren sie bestimmt schon wieder.

Dienstag, 20. Mai 2014

Über Heidelberg lässt sich nicht Neckern

Achtung ausgelutschtes Wortspiel!“(Sarah K.)
Das können wir schlagen!“ (Anonymer FDL-Koordinator)

Liebe Leser an den Empfangsgeräten,

[Disclaimer: Dieser Text wurde in Heidelberg geschrieben und sollte zeitnah veröffentlicht werden. Aufgrund des Bedürfniss der outgesourcten (Ja das ist ein deutsches Wort) Kontrollabteilung auch ohne Debattierturnier zu feiern sind Text und Inhalt nicht nach dem "vier Augen und mindest ein gesunder Menschenverstand" Prinzip geprüft.]
[Notiz der Kontrollabteilung: Text geprüft und genehmigt. 大兴区, 北京, 2013-05-22]

diese Debattiersportberichterstatung wird euch gesponsert durch die Heidelberger Innenstadt, die warme Sonne, den Neckar und einem schummrigen Gefühl, das sich aus Restalkohol und Müdigkeit ergibt. Wer jetzt denkt - 'türlich, war ja gestern DFB-Pokalfinale - der hat für ein Debattier überdurchschnittlich viel Ahnung von Fußball und vergisst zugleich, dass in Heidelberg eine Post-Turnier-Feier stattfand. Und wie da die Post abging! Denn was macht man als Debattierer, wenn die Hausparty in einer Location (Privatwohnung klingt einfach zu klein) stattfindet, in der man locker auch 6 Debatten parallel hätte abhalten können? Feiern. Aber vorher debattieren! Und da sind wir dann auch schon beim Zweck dieses Blogs. Es gab 3 Vorrunden und ein Finale. Es stritten 18 Teams aus 16 Clubs um 4 protzige Pokale! Gewonnen hat das Team "SK-BP feat. Tobi K." (oder so ähnlich) aus, der Leser mag es fast erahnen: Marburg.

Andersrum hieße es hinter Tübingen ist Nahrburg; auf jeden Fall TüRingen beide Clubs um die Spitze
Für die Namensrechte (und für Annna Mattes) muss Marburg jedoch 1/3 der Punkte an die SKB abtreten. Dadurch kann Tübingen mit dem zweiten Platz 2 Boden gut machen und steht nun den Gegenwert eines 9ten Platzes hinter den Turnierausrichtern des Brüder Grimm Cups am nächsten Wochenende.

Dahinter zeigt Mainz, dass sie sich nicht von der BDU überholen lassen wollen. Auf Platz vier des Tabs treffen wir einerseits Bayreuth, die Ausrichter der letzten Woche, ergänzt um einen Leipziger und auch Münster, die offenbar durch unseren Blogpost motiviert wurden zum zweiten Mal in 8 Turnieren zweistellig zu punkten. Aber da auch die Bonner da waren und sich direkt hinter Münster punkteten, bleibt auch der Kampf um Platz 5 spannend.

(Keine?) Stallorder: Lokstein verdrängt Gütschow von der Poleposition.
Vorne haben wir einen (den von uns vorhergesagten) Wechsel zwischen Lennart Lokstein aus Tübingen und Konrad Gütschow aus dem gleichen Club. Da das Tab uns verrät, dass Konrad ein Punkt zum Gleichstand und einen weiteren zum Verstärken seiner Position gefehlt hat, können wir nur sagen: Das war sehr knapp. UND wir können frei Spekulieren. Gut unterrichtete Kreise berichten, dass Tübinger Redner exzellent auf das OPD Regelwerk dressiert sind. Da mag man sich fragen, ob der Streitkultur-Vorstand hier ein künstliches Bremsmanöver verordnet hat? Oder gibt es eine Verschwörung, die einen Keil in das Herz aller Streitkulturen treiben soll? Und wenn ja, was haben die Illuminaten damit zu tun?

Hinter den Tübinger Würstchen hat sich zunächst nicht sehr viel geändert. Aber immerhin sind mit Christian Zimpelmann, Sarah Kempf und Josh Kohal drei Redner in die Top 20 geklettert. Die OtTotT Dinos scheinen jedoch wie es derzeit Sitte ist einfach unabsteigbar. Interessant ist hierbei, dass die beiden Bonner genau 13 Plätze nach oben kletterten, also ihren relativen Abstand zueinander beibehielten.

Hier in Heidelberg ziehen langsam Wolken auf, eine Straßenmusikerband spielt ein Mashup von "Oh, when the saints" und der "Moritat von Meckie Messer". Die FDL freut sich auf das nächste Wochenende in Marburg, wartet genauso gespannt auf Last Minute Turniermeldungen wie auf die DDM. Bis in einer Woche!

P.S.Liebe Heidelbären. Vielen Dank, es hat uns sehr gefallen, wir kommen gerne wieder.
P.P.S Wenn dieser Text veröffentlicht wird ist der Autor nicht mehr in Heidelberg, eine etwaige implizierte Obdachlosigkeit liegt nicht vor.

Montag, 12. Mai 2014

Wir waren im deutschen Albuquerque, hatten aber Spaß ohne blaues Zeug

Liebe Leser an den Empfangsgeräten,

denkt man an Bayreuth fällt einem kulturbeflissenem  „Wagner“ ein, ein Historiker sagt Braune Idieologiebühne, ein Debattierhistoriker (DDGler genannt) denkt an einen Professor und Debattierer denken: „Cooler Klub, schönes Turnier, wechselhaftes Wetter, Motions zum Sterben“. Und mit diesen einleitenden Worten freuen wir uns, dass Bayreuth sich wieder unter die Ausrichter wagt. Hier also mit Umschweifen die Ergebnisse des Bayern Cups und einen Glückwunsch an den besten (von zwei) bajuwaren Clubs nach München. Wir freuen uns auf ein Turnier bei euch.

Da ist was anders als zuletzt. Wer findet die Änderung? Der Trend verrät es!

Was fällt dem routinierten Blogleser oder dem verirrten Leser der ordentlichen Presse auf? Tübingen steht nicht mehr auf Platz 1! Wie kommt denn das, wo kommen denn diese „Marburger“ her? Aus dem Windschatten sagen wir. Bis Freiburg waren beide Clubs nahezu gleichauf und verfolgten gemeinsam Mainz. Doch in Berlin zeigten Marburg und Mainz Schwäche und wurden folglich abgehängt. Doch diesmal nutze Marburg die Kräfteaufteilung qua Doppelbelastung durch ein zweites Turnier der Konkurrenz aus und nahm sich 20 Punkte, wo bei anderen die Motoren versagten. Auf dem vierten Platz läuft sich die BDU als stärkster Club der letzten drei Turniere für den Endspurt warm.

Mit dem Mainzer Patzer gibt es jetzt auch nur noch einen „Dauerpunkter“: Münster.  Der mit einem durchschnittlichen 7. Platz pro Turnier und 0,7 Punkten pro angetretenem Redner ineffizienteste Club der Top 10 kriecht als das fleißige Eichhörnchen an den Bonnern vorbei. Gleichauf mit Bonn ist Dresden. Neu unter den bepunkteten Clubs begrüßen wir Bielefeld, die durch ein Mixed-Team mit Aachen 4 Pünktchen bekamen und Jena, die durch den vierten Platz satte 12 Punkte einsammelten. Dafür braucht Münster im Schnitt 2 ½ Turniere. Platz 3 und jeweils 7 Punkte geht an das zweite Aachener Mixed-Team zusammen mit Göttingen.

Die OtTotT werden verdrängt. Noch 3 Redner fehlen und ihre Erfolge verschwinden aus der Tabelle

In der Rednertablle hat sich laut Trend nicht sehr viel verändert. Große Sprünge machten nur die Teams Aachen/Göttingen und Marburg. Vera Bartsch hechtet beachtliche 39(!) Plätze nach vorne, volle 40 wären es gewesen, wenn Philipp Schmidtke sich nicht mit einem Punkt mehr vor sie gesetzt hätte. Veras Teampartnerin Franziska Frese ist die dritte neue in den Top 20 und könnte mit dem nächsten Turnier in die Top 10 vordringen. Vorgemacht hat das Ruben Brandhofer, welcher punktgleich mit seinem Teampartner Tobias Kube die besten Einzelrednerpunkte einfuhr. Somit sitzen in den Top 4 zwei Marburger und zwei Tübinger. Jeder der Top 6 kann rechnerisch mit dem nächsten Turniersieg die Poleposition einnehmen. Doch der immer noch führende Konrad Gütschow kann sich bei einem zweiten Platz das Gelbe Trikot teilen oder es gegen Platz 4 und tiefer sogar verteidigen.

Kann Tübingen zurückkommen? Wird Münster wieder punkten? Wird Konrad G. die Spitze verteidigen? Kann Tobi K. in Marburg genauso gut antreten und ausrichten wie Konrad? Und wann wissen wir endlich wie viele Turniere noch kommen? Antworten hierauf gibt es nächste Woche. Hoffen wir zumindest.

pks/mc

Dienstag, 1. April 2014

Der FDL steht das Wasser bis zum Hals

Das FDL-Schiff (Bild: Christian Jansky)

Werte Leser an den Empfangsgeräten,

die schlechte Nachricht vorweg: leider wird kein Klassiker die FDL Saison beschließen, sondern etwas Neues muss ran. Veränderung tut immer weh, aber wir hoffen auch das Abschlussturnier dieser Saison wird der Debattiergemeinde gefallen.

Mit unmessbar großer Freude können wir heute verkünden: Dieses Mal laden wir euch auf das Elbe Open Waters Turnier ein. Vorgesehen ist eine Flussreise entlang der Elbe hoch den Nord-Ostsee Kanal bis nach Greifswald. Auf einem schmucken, 200 Teilnehmern Platz bietenden Elbschiff beginnt das Turnier in Dresden und  macht Zwischenstopps in Magdeburg und Hamburg. In Hamburg wird es die so genannte „St.Pauli Nacht“ geben in der der Last-Team-Standing Champion der Saison nach 12 Pubquiz-Runden in 11 Bars und einem Stripclub gekürt wird. Danach fahren wir durch den Kanal nach Kiel, um von dort aus pünktlich zum Grillen am Greifswalder Bodden anzukommen.

Das Turnier wird sich über ein Woche vom 19 bis zum 27 Juli erstrecken und umfasst 10 Debatten. Die ersten fünf werden im OPD-Format (Mainzer Modell) stattfinden. Danach werden jeweils die schwächsten Redner eines Teams als Juroren eingesetzt und es wird auf BP umgestellt. Nach der zehnten Vorrunde gibt es einen direkten Break ins Finale. Dieses wird im Wartburgformat  stattfinden, wobei das dritte Teammitglied aus den besten Rednern nach Vorrundentab, deren Teams nicht breakten, ergibt. Die Chefjurorenposition ist noch vakant, kann aber durch finanzielle Unterstützung des Turniers vorab ersteigert werden.

Zusätzlich dürfen wir verkünden, dass wir EU-Unterstützungsgelder erhalten haben, die es den FDL Koordinatoren ab sofort ermöglichen im FDL-Loft in Berlin zu wohnen und von dort aus ihre schwere Arbeit zu verrichten. Eine geringe Aufwandsentschädigung für das Jahr im Dienste der Debattiergemeinde in Höhe von 1000 €/Monat wird aus der gleichen Quelle finanziert. Da gerade letzteres freut uns als FDL-Koordinatoren sehr und wir hoffen so auch unser Nachwuchsproblem gelöst zu haben.

pks/mc

Donnerstag, 20. März 2014

Reedhoven schlägt LitCologne

Liebe Leser an den Empfangsgeräten,

Während in der Nachbarstadt gute Sprecher clevere Texte von Autoren vortragen, wird auf dem Reedhovencup noch alles selbst gemacht. In vier Vorrunden, einem Halb- und einem Vollfinale wurden Reden erdacht und vorgetragen. Dazwischen gab es leckere, von den Ausrichtern selbstgekochte Speisen und auch die Party war fest in Bonner Hand. Nur die Juroren jurierten wieder nach einem vorgefertigtem Regelwerk (OPD), das in Ermangelung einer nicht rundenden Software nicht in aller aktuellsten Version angewendet wurde. Einziger Kritikpunkt: Die Ausrichter wurden von den feierwütigen Massen in die Knie gezwungen und vergaben an gleich drei Teams (Freiburg, Iserlohn, Münster) den Preis „Last Team standing“, nur um ein bis zwei Stündchen schlaf zu bekommen bevor sie anfingen die Ausscheidungsrunden vorzubereiten.

Die Top 5 sind eine geschlossene Gesellschaft - Sieger only!

Im Clubranking gab es keine großen Sprünge, da der Sieg von einem Mixed-Team aus zwei Bremern und (dem) einem Bochumer bestand. Durch kaufmännisches Runden gehen somit 13 Punkte an die HDU und 7 Punkte in die Herbert Grönemeyer Stadt. Geschlagen wurden im Finale die Tübinger zum dritten Mal in Folge, konnten dadurch aber trotzdem ihren Vorsprung auf Mainz und Marburg ausbauen. Aber nicht nur die Sieger sondern viele Clubs hatten, zum Verdruss der Koordinatoren, diesmal Mixed-Teams gemeldet. Insgesamt mussten 4 Mal Teampunkte geteilt werden. (Bremen/Bochum, Aachen/Göttingen, SKB/SKT/BDU, Münster/Aachen)

Sieger müssen her, um Konrad Gütschow einzuholen.

Der geneigte Leser mag fragen: „Warum tut sich nix auf der Rednertabelle, wenn da doch ordentlich Punkte eingefahren werden?“ Der erfahrene Leser mag antworten: „Weil nur die besten TURNIERANZAHL/3 Ergebnisse, zumindest aber die Top 3 zusammengerechnet werden.“ Darum erhöhen die Top 3 ihre Punkte jeweils nur um 0; 10; und 4 Pünktchen. Jedoch bringt Lennart Locksteins Top of the Tab (TotT) ihn in Reichweite von Konrad Gütschow. Sollte er dieses Ergebnis widerholen schübe er sich vor diesen. Jedoch braucht Konrad weiterhin nur noch einen TotT um sich vorerst uneinholbar auf der 1 festzukrallen. Die Spitze der FDL ist somit fest in Tübinger Hand und kann auf dem nächsten Turnier nur von Lukas Haffert und Willy Witthaut übernommen werden, sollten sie einen Turniersieg einfahren und Konrad nicht zumindest dritter oder vierter im Tab werden.

Ansonsten begrüßen wir nun zwei Redner neu in den Top 10, die bisher im Schatten der Top 20 gelauert hatten: Dr. Simon Lehle und Nikos Bosse springen 13 bzw. 12 Plätze nach vorne. Und am unteren Ende der Tabelle zeigt sich, dass die OtTotT (One time Top of the Tab) Taktik für einen dauerhaften Verbleib in der Tabelle nicht ausreichen wird. Noch halten sich 5 Redner auf Rang 14, doch prognostizieren wir, dass sie bis zum Ende der Saison von Jungen Wilden aus ihrem Reservat vertrieben worden sein werden. (Futur II! Germanisten Willkommen). Direkt im Nacken der OtTotTs sitzen zwei BDUler der junge Christof Kebschul und ein gewisser Kai Dittman. Den Detailversessenen wird aufgefallen sein, dieser mit einem zweiten Platz im Vorrundentab ins Halbfinale gebreakt sein müsste. Ähnliches können luxäugige bei Marc-Andre Schulz entdecken. Jedoch finden sich beide im Finaltab auf Platz 19 bzw. 20. Dies ist dadurch zu erklären, dass sie auf ihre Teilnahme an den Ausscheidungsrunden verzichteten. Für die FDL ist dies jedoch zweitrangig, da wir Rednerpunkte nach dem Vorrundentab bestimmen.

Nach dem sechsten Turnier steht die FDL-Saison vor dem Beginn der Rückrunde und diese könnte nicht vielversprechender sein. Wir freuen uns auf Turniere in Bayreuth, Heidelberg und Marburg, hoffen, dass drei mal aus Interesse ein Zusage wird, hoffen auf die Rückkehr eines Klassikers und freuen uns immer über Initiativbewerbungen!

P.S. Wir vergessen es immer wieder gerne, aber hier sind Vorrunden und Finaltab.

pks/mc