Die Freie Debattierliga (FDL) ist der Zusammenschluss dezentral organisierter Debattierturniere im deutschsprachigen Raum zu einem gemeinsamen ganzjährigen Wettbewerb sowohl zwischen Clubs als auch Einzelrednern.
Die FDL-Regeln finden sich hier, Kontaktaufnahme mit den Koordinatoren Sabrina und Felix ist per E-Mail möglich.

Dienstag, 26. Januar 2016

Tübingen ruft auf zu den Spielen der Rhetorik!


Wir befinden uns im Jahre 2016 n.Chr. Ganz Debateland ist von den BP-Lern besetzt... Ganz Debateland? Nein! Ein von unbeugsamen OPD-Lern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die inhaltstarken Rhetorikleugner, die als Besatzung in den befestigten Lagern Ohnekategoricum, Oppsweatum, Argumenticum und Backstabbingcum liegen…
Die Tübinger riefen auf zu den Spielen des Großen Deus Rhetoricus und versprachen ein Turnier unter dem Namen des Schutzherrn OPD-Regelkommission. Debateland war es gewohnt verwöhnt zu werden mit Asia-Boxen, nächtigen in einschlägigen Debattierer-WGs und Feiern bei Bier und Vinum. Es waren die Spiele der übergreifenden Völkerverständigung. Ins Finale zogen zwei Teams aus insgesamt 5 verschiedenen Regionen des ganzen Debateland ein. Zählt man die Freien Redner hinzu, kommt man auf sogar 7 verschiedene Städte. Einen besonders weiten Weg hatten die Hamburger auf sich genommen: ganz aus dem Norden waren sie angereist um dem Traditionsturnier im Süden beizuwohnen. Doch Traditionen werden geboren, um mit ihnen zu brechen, und so wurden einige Redner am Sonntagmorgen unsanft und überrascht aus den auf dem Boden ausgebreiteten Laken gerissen. Wer hatte schon damit gerechnet, seine rhetorischen Fähigkeiten auch am nächsten Morgen unter Beweis stellen zu müssen? Und so passierte es, dass der Ein oder Andere Debateonike zuletzt „nachts um eins mit starker Schieflage“ gesehen ward. Doch echte Debattierer sind hart im Nehmen und bekämpfen den Kater mit einem starken Tee aus den orientalischen Gewässern. Den barbarischen Kämpfen in der Arena zum Trotz gingen am Ende nur Sieger vom Platz: ohne Kaktus, dafür mit Medaillen für alle und noch mehr Vinum für den Tabmaster gingen die Spiele vorbei. Und sogar die Vorläufer der Demokratie konnten beobachtet werden in diesem Dorf, das so tapfer Widerstand leistet. Eine Volkszählung bestimmte, wer den rhetorischen Siegertopf mit in sein Heimatdorf bringen durfte.


Göttingen sprintet davon


Göttingen verlässt die Arena in der Siegertroika und mit weitem Abstand. Inzwischen sind es schon 29 Punkte Vorsprung auf den geteilten Platz 2. M&M, Mainz und Münster, ringen um das silberne Podiumsplätzchen – wir sind gespannt, wer den anderen zuerst von der Treppe schubst. Etwas gemütlicher geht es dahinter zu. Tübingen kommt langsam, aber sicher und die Rederei scheint bereits im Winterschlaf zu sein. Ein wirklich großen Sprung kann aber kein Club machen, denn unter den Top 5 gibt es nur die Hamburger, die ohne Mixed-Team die kompletten Punkte mit in den Norden nehmen können. Interessant: nach 7 Turnieren kommen die Sieger aus 8 verschiedenen Clubs. Dieses Jahr scheint die DDL nicht von einem Topteam dominiert zu werden, sondern von dem Club, der konstant punkten kann. Momentan ist das Göttingen, mit bisher auch nur einmal einem eingekauften Redner. Noch ist die Saison aber nicht vorbei. Wir erwarten gespannt, was da noch so kommt. Mindestens 2 Turniere stehen noch auf unserer Liste, aber die 11 Turniere wären mindestens das Ziel. Kleine Clubs, große Clubs, fühlt euch angesprochen!

Das Programm zensiert Jena. Wir arbeiten daran.


Auch bei den Rednern wird Kontinuität ausgezeichnet. Lennart kann auf vier Turnieren punkten und kommt mit 3 Wertungen auf immerhin 82 Punkte. Der Maximalwert (sofern die magische Turnierzahl-Grenze nicht überschritten wird) liegt bei 90 Punkten. Mit etwas Anstrengung kann es zu der perfekten Saisonleistung kommen! Schade ist weiterhin, dass trotz (nur) zweier weiblicher Finalteilnehmerinnen immer noch keine Besserung in Hinblick auf weibliche Vertretung in der DDL zu sehen ist. Dafür muss man glatt bis Platz 27 scrollen. Schön ist auf jeden Fall die Verteilung der Clubvertreter. Leute aus allen Teilen Debatelands tummeln sich auf den vorderen Plätzen: Tübingen, Göttingen, Münster, BDU – 12 verschiedene Clubs sind in den Top20 vertreten. Scheinbar gibt es überall helle Lichter am Firnament. Das wird die Götter freuen!



Dornröschen erwachte: Paderborn richtet das erste Turnier aus!



Der Debattierclub Paderborn ist mit einem lauten Knall aus dem Dornröschenschlaf gewacht. Warum? Weil er von null auf 1235,5 km/h in unter 3 Jahren beschleunigt hat. Warum so eine hohes Tempo? Um die Schallmauer zu durchbrechen und einen unerhörten Luxusstandart in die DDL zu bringen. Abseits der Verbandsgeförderten ZEIT Debatten gab es nun das erste Mal eine nur durch Regionale Sponsoren bezahlte Jugendherberge. Darüber hinaus schon freitags eine zünftige Kneipentour, am Breakabend eine Geschenketombola und Preise für gebreakten(!) Teams und Juroren(!!). Diese mussten dafür aber auch erfolgreich in Welten, in denen Sex nicht mehr zur Fortpflanzung führt, betrügerische Richter mit Fotoshopskills betrogenen Ehepartnern Schadensersatz von VW zusprechen lassen. Beim Halbfinale am Sonntag in den Räumlichkeiten der katholischen Hochschule Paderborn gab es ein feines Süppchen mit westlich-liberale Softdrinks aller Geschmacksrichtung passend zum Staatlich verordneten Rumspringa. Für diejenigen, die die verpasste Stadtführung verpassen mussten um die Finalisten Festzulegen gab es dafür eine Kostprobe aus Bistumsweinkeller. Nach dem Finale, dass in einer westlich-liberalen-Demokratie spielte, in der es eine Stadt namens Paderborn gibt, in der wohl eine AFD und eine CDU existieren gab es sogar noch Kaffee und Kochen vom Bürgermeister. Erwähnenswert ist noch, dass ein Club, der regelmäßig eine russsiche(!) Debatte zustande bekommt und mittig in Westfahlen liegt derzeit das internationalste DDL Turnier mit 2 Teams aus Wien und einem Team aus St.Gallen ausgerichtet hat. Paderborn, ihr habt uns beeindruckt, wir erwarten von nunan nur noch Größeres!
Nicht nur Paderborn, auch Marburg scheint aus dem Dornröschenschlaf erwacht: Mit einem 7-Plätzesprung katapultieren sie sich durch ihren Sieg in die Top10. In ihrem Sog ganz überraschend St Gallen, die 14 Punkte mit in die Heimat nehmen können. Göttingen scheint sich an der Spitze der Tabelle ganz wohl zu fühlen. Sie bauen ihren Vorsprung auf satte 23 Punkte aus und Münster, Mainz, die Rederei und die BDU weit hinter sich. Was sich am Anfang noch wie ein großes Ringelrein darstellte, ist jetzt durch Göttingen zu einer One-Man-Show geworden. Da sollten sich die Clubs doch mal verbünden und gemeinsam die Verfolgung aufnehmen – Zeit ist ja noch allemal!

6 Turniere - 6 verschiedene Clubs an der Spitze


Auch bei den Rednern kristallisiert sich langsam eine Führungsspitze heraus. Lennart hat einen beinahe perfekten Start hingelegt: mit 80 Punkten aus 3 Turnieren fehlen im lediglich 10 zur Maximalpunktzahl. Anders als sein Tübinger Club, den wir auf den oberen Rängen vermissen, kann sich Lennart so mit einigem Abstand an die Spitze setzen. Christoph Saß schafft es durch die Teilnahme direkt dahinter und verdrängt Fabian Bickel beinahe vom Podium. Bunt durchmischt bleibt es dennoch: die Top10-Redner kommen aus 7 verschiedenen Clubs – allerdings kein einziger aus Mainz! Das zeugt von einer breiten Aufstellung an guten Rednern. Während man als Team auf den Turnieren viele Punkte sammelte, wechseln die Redner regelmäßig durch. Schöne Einigkeit herrscht auf Platz 17 zwischen den 3 besten Mainzern Jonas Weik, Nicolas Eberle und Peter Tekaat.

Männer, wohin man schaut. Frauen, wo bleibt ihr?

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Der natürliche Gang der Dinge


Der gemeine Debattierer durchlebt das Jahr über einen starken Wandel. Im Januar kriecht er mit kleinen Augen und vollem Bauch aus der familiären Höhle und erblickt so langsam aber sicher wieder Debattierlicht. Aber es ist kalt draußen, die Hirnzellen noch im Winterschlaf und die Leber noch nicht ausreichend trainiert, sodass er nach den ersten, meist frustrierenden Turnieren sich erst einmal wieder zurückzieht, seine Wunden leckt und sich erholt. Doch bald kommt der Frühling und mit ihm die Gefühle. Der Debattierer wird unruhig. Will raus, sich mit anderen messen und sein Revier markieren. Die Hirnzellen werden warm, die Leber größer und die Schmetterlinge im Bauch treiben ihn an. Mit dem Übergang zum Sommer kommt seine Höchstform. Jedes Wochenende misst er sich und nimmt jedes Turnier mit was er bekommen kann. Er braucht Futter. Doch mit den steigenden Temperaturen läuft sich auch der Debattierer etwas heiß. Die Leber beginnt Probleme zu machen, der Bauch ist vor lauter Pizza und Döner gewachsen und der Schweiß läuft immer schneller die Stirn hinunter. Gleichzeitig kommen dem Debattierer komische Gedanken: „Soll ich manchmal auch was mit anderen Leuten machen?“ „Muss ich nicht eigentlich mal lernen?“ „Warum stresst meine Freundin schon wieder rum?“. Von Gedanken und schlechtem Gewissen geplagt wird er ruhiger. Doch im Herbst merkt er, dass der Winter sich ankündigt und sein Hunger nach Debatten wird nochmals stärker. Das Fettpolster will sich angefressen sein. Aber Wenn dann die Adventskerzen eine nach der anderen angehen wird er träge. Er weiß, dass es bald wieder Zeit wird in die familiäre Höhle zu kriechen und sich zu erholen. Doch bevor dies geschieht, gibt es noch ein letztes Aufbäumen. Noch einmal in die Studienstadt Schillers bevor das Jahr vorbei ist.

Vom geschmückten Verkündungsraum empfangen, von selbstgebackenen Plätzchen gesättigt und von Glühwein beschwipst gerät er jedoch schnell in eine gemütliche Stimmung. Einzig die Themen reißen ihn zwischendurch aus der Comfort-Zone: Herausforderung, Bilder toter Menschen, Minderheitenschutz und Opferbereitschaft durchbrechen die Entspanntheit und sorgen dann doch für kompetitiven Wettstreit, Diskussionen und die bekannte Pöbelei.
Doch Pöbelei ist anstrengend und der Debattierer merkt dass ein ganzes Jahr voll langer Reisen, viel Alkohol und wenig Schlaf hinter ihm liegt und verkriecht sich deswegen schon frühzeitig in seinen Schlafsack.
Dieses mal nicht Bier, Wein und laute Musik. Dieses mal Träume voll Gemütlichkeit. Auf der Rückreise sind die Gedanken schon voll auf den familiären Bau gerichtet, wenn auch es seltene Artgenossen geben soll die sich noch vollends über die erworbenen Punkte freuen:

 

Göttingen sichert sich mit den erworbenen Punkten weiter den 1. Platz. Doch Münster springt mit dem Sieg in Jena auf Platz 2.. Außerdem rückt Leipzig mit ihrem 2. Platz in die Top 10 auf. Die letztjährigen Kämpfer um den Sieg Mainz und Tübingen fallen weiter zurück. 

Bei den Rednern bekommt Lennart Gesellschaft und muss sich das Podium nun mit Fabian teilen. Christoph und Jakobus nutzen Jena um auf Platz 3 und 4 vorzurücken. Mit Alexander, Jonathan, Julian und Frederick gibt es außerdem 4 neue Gesichter in den Top 20. Nur die Frauenquote ist nicht vorzeigbar. Unter den Top 20 hält nur Tanja noch die Fahne hoch.
Dies war ingesamt in Jena auch ein erkennbares Problem. Von 32 Teilnehmern waren nur 5 weiblich. Das muss in Paderborn wieder besser werden!

Montag, 7. Dezember 2015

Vom vollgefressenen Weihnachtsmann und betrunkenen Rentieren


„Puh, war das anstrengend“, stöhnt der Weihnachtsmann, schüttelt sich den Schnee aus dem Bart und lässt sich auf den großen Ohrensessel am Kamin fallen. Sofort kommen eifrige Wichtel angerannt, die ihm den leeren Sack abnehmen und ein Glühbier hinstellen. „Hay, warum hat Rudolph denn so eine rote Nase?“, ruft Dominik, der Stallwichtel, von draußen herein. Der Weihnachtsmann winkt ab: „Wie jedes Jahr, es gab kostenlosen Glühwein und er kennt seine Grenzen einfach nicht.“ Er klopft sich auf den runden Bauch und lacht, als eine Naht am Mantel gefährlich zu krachen beginnt: „Und genügend Lebkuchen und Kekse hatten sie auch.“ Ein besonders eifriger Wichtel hüpft auf die Knie des Weihnachtsmannes: „Waren wieder so viele liebe Kinder da?“ „Natürlich“, die Mütze wackelt, als der Weihnachtsmann kräftig nickt „und es werden immer mehr. Dieses Jahr habe ich gleich 72 Redner und 20 Juroren vermerkt.“ „Na super. Da müssen wir schon wieder Sonderstunden schieben“, stöhnt das Christkind, das gerade mit einem Stapel Geschenken in der Hand aus der Werkstatt kommt. „Jammer nicht. Den besonderen Schokonikolaus habe ich doch schon längst an alle verteilt“, der Weihnachtsmann lächelt gütig und klopft dem Christkind aufmunternd auf die Flügel. „Noch sechs Wochen, dann fliegen wir wieder in den Süden und machen Urlaub, meine Liebe. Und dieses Jahr wird es etwas ganz besonderes! In Paderborn waren wir nämlich noch nie.“ „Paderborn? Das sagt mir was…“, überlegt das Christkind laut, doch bevor es auf den richtigen Gedanken kommt, wird es von einem Wichtel unterbrochen. Er zieht eine kilometerlange Liste hinter sich her: „Hinter welchen Namen soll ich ein besonders brav vermerken?“ Der Weihnachtsmann nimmt einen tiefen Schluck Glühbier: „Elin Böttrich, Barbara Schunicht und Marc-André Schulz. Die haben wirklich ganz besondere Arbeit geleistet. 9 Themen für ein ganzes Wochenende, das ist wirklich eine Leistung. Bring ihnen dieses Jahr auf jeden Fall ein Geschenk mehr. Und vergiss nicht die Cheforganisatoren des Wochenendes. Denen kannst du gegen den Stress einen kleinen Schnaps einpacken.“ Das Christkind zieht entrüstet eine Augenbraue hoch: „Findest du nicht, dass du sie nicht auch noch zum Alkohol verführen musst?“ „Aber Liebes, so ein kleines Schnäpschen hat noch niemandem geschadet. Und sie haben ihn sich wirklich verdient. Apropos, wie geht es Rudolph?“ Von draußen kommt Dominik in die warme Stube und klopft sich den Schnee von der Hose: „Der ist schon fast wieder auf dem Damm. Muss sich nur mal ausschlafen. Aber er hat ein ganz verklebtes Fell, was habt ihr bloß getan?“ „Ooh“, der Weihnachtsmann leckt sich über die Lippen „das ist bestimmt Schokolade aus dem Schokofondue. Ich hab mir ein paar Bananen und den Topf mitgenommen, aber er ist solche Schlangenlinien geflogen, dass ein bisschen was davon verkleckert wurde.“ Das Christkind wirft einen bedeutsamen Blick auf seinen Bauch, der sich unter dem roten Mantel wölbt, doch bevor sie etwas sagen kann, hüpft ein Wichtel mit einem Brief in der Hand durch den Kamin. „Paul, ich habe dir schon zigmal gesagt, dass das gefährlich ist. Der Weihnachtsmann hat auch lange dafür geübt“, meckert ihn der Oberwichtel an. „Aber es war wichtig!“, verteidigt sich das kleine Männchen. „Ich habe hier einen Brief der DDL-Koordinatoren. Sie bitten den Weihnachtsmann um ganz viele kleine Geschenke. Sie wollen, dass er allen braven Debattierern Punkte zum Nikolaustag bringt.“ „Na, zeig doch mal her“, brummelnd überfliegt der Weihnachtsmann die lange Liste mit Namen und Punkten. „Da werden sich bestimmt einige sehr freuen. Aber beeilen müssen wir uns, der Nikolaustag ist ja schon heute. Paul, bring mir bitte diesen Kasten mit den Tasten, den sich alle erwachsenen Kinder wünschen.“ Der Kleine salutiert: „Den Computer? Kommt sofort!“ Und schon wuselt er in das Nebenzimmer, das vor lauter Akten und Notizen kaum noch als Büro identifizierbar ist. „Hier!“, eifrig streckt er dem Weihnachtsmann das Gerät hin. Der macht eine kleine Bewegung mit der Hand und auf dem Bildschirm erscheint eine neue, ganz aktualisierte Form der DDL-Tabelle. „Lasst uns doch mal schauen, welcher Club die fleißigsten Redner stellt“, sagt der Weihnachtsmann, setzt sich seine Lesebrille auf und scrollt nach oben: „Schade, dass man nur einmal Punkte verteilen darf. Andernfalls hätten die Hamburger diese Woche satte 18 Punkte auf ihrem Konto verbuchen können. So sind sie mit den übrigen 12 aber immer noch auf Platz 10 gesprungen. Das größte Geschenk haben sich aber die fleißigen Göttinger gemacht. Gegen die Rederei, die trotz dreier Teams nur die Rute mitnehmen konnten, haben sie sich auf den ersten Platz zurück gekämpft. Stetig dabei und jetzt auch belohnt wurden die Mainzer, die sich mit 7 gestellten Teams diese Saison nicht nur als fleißig, sondern auch als effizient gezeigt haben.“ Kurz stutzt der Weihnachtsmann: „Habe ich mich etwa verrechnet? Hier steht, dass es 37 angetretene Teams gab.“ „Du wirst auf deine alten Tage noch ganz schusselig“, das Christkind schüttelt den Kopf „MixedTeams werden doppelt gezählt.“ „Die neue Technik war noch nie meine Stärke“, nuschelt der Weihnachtsmann in seinen Bart.



Mit einem Doppelten ToT schafft Iserlohn den Sprung in die Top10

Der eifrige kleine Wichtel klettert auf seinen Schoß und schaut neugierig auf den flackernden Bildschirm: „Meinst du, die Menschen freuen sich über die ganzen Punkte?“ „Aber natürlich“, nickt der Weihnachtsmann „am Ende können die besonders Braven und Fleißigen sich über einen hübschen Pokal freuen, den die DDL-Wichtel für sie bereit halten. Und schau, da, Lennart Lokstein war zweimal gut und ist damit auf dem besten Wege den ersten Platz zu sichern. Was mich aber besonders freut, ist, dass inzwischen über 100, beinahe 150 Menschen den Weg zum Turnierdebattieren gefunden haben. Der Hälfte davon wurden sogar schon Punktegeschenke gemacht. Wenn das nicht eine faire Welt ist, nicht wahr?“ Das Christkind blickt ihm skeptisch über die Schulter: „Naja, fair ist leicht gesagt. Ich finde nur 30 Frauen, das ist gerade mal jeder Fünfte Debattierer. Gut kann man das nicht nennen.“ Betrübt schüttelt der Weihnachtsmann den Kopf und wischt ein wenig Glitzerstaub vom Heiligenschein des Christkinds: „Ich weiß auch nicht, was wir da machen sollen. Unter den Top10 gibt es keine Einzige, in den Top20 auch nur Eine. Hat jemand eine Idee?“ Hoffnungsvoll blickt der Weihnachtsmann seine Wichtel an.

 Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen: Jakobus Jaspersen schafft es mit 3 Teilnahmen in die Top20


Dienstag, 24. November 2015

Freiburg bringt die Nostalgie zurück

Sie sind echt ein ultraheißes Team, wenn sie gegen Angst und Schrecken zieh'n - siehts für dich mal finster aus, die Turtle Jungs holen dich da raus!, hallt es durch den Raum. Auf der Tanzfläche hüpfen Chip und Chap herum und an der Bar lassen sich Hanni und Nanni Drinks von Jim Knopf ausgeben. Die Party geht ab, alle wirken wie verrückt, Hein Blöd, Käpt'n Blaubär und die Anderen sind entzückt. Es ist ein ganzer Raum voller Kinderhelden! Was klingt wie der Traum eines junggebliebenen Erwachsenen, machten die Freiburger für alle die wahr, die den Weg über Stock und über Stein oder durch viel Tunnels und Geleisen mit Eisenbahnverkehr auf sich genommen hatten. Mit zugelosten Charakteren und Partnern für den Abend, die automatisch ein Freigetränk bedeuteten, haben sich die Schwarzwaldcupler in die Herzen der Debattierer organisiert. Als Superhelden bei Tageslicht sorgten die Chefjuroren Allison Jones, Alexander Labinsky und Marion Seiche für wunderbare Themen – frei nach dem Motto: Hier gibts für jeden was, Spannung und so viel Spaß, Frohsinn und Freude und mehr. So konnte jeder fröhlich, so fröhlich nach einem Wochenende voller Reden nach Hause fahren, wo schon die ersten Weihnachtsmärkte, Glühweintreuekarten und Lebkuchenherzen warten. Wo normale Menschen an Geschenke kaufen, Weihnachtsbaum schmücken und Wollmützen anziehen denken, denken wir Debattierer jedoch nur: In einem unbekannten Land in gar nicht all' zu langer Zeit ist ein Turnier schon sehr bekannt; Von dem sprach alles weit und breit. Sucht einen Anfänger oder einen Profi für euer Team: das alljährliche Nikolausturnier steht vor der Tür!


Für das Erraten der Lieder am Partyabend des Schwarzwaldcups (oder jetzt, in diesem Text) konnten zwar keine Punkte verteilt werden – dafür freuen sich jedoch ganz andere. Unter anderem eine DDL-Koordinatorin, die ihren Club mit einer Punktespritze nach vorne setzen konnte. Göttingen musste sich von seinem ersten Platz auf den Dritten verdrängen lassen und auch weiter hinten wurde kräftig durchgemischt. Aachen, Tübingen und die BDU können sich noch nicht ganz entschieden, wer das Rennen am Ende machen wird, aber ihnen kommen 2 neue Konkurrenten in die Quere. Applaus, Applaus, Applaus für zwei neue Gesichter auf der DDL-Bühne: Saarbrücken und Kiel machen sich gut in der Reihe der Auserwählten. Es gibt also nur Gründe zur Freude. Schon deswegen, weil bei 12 Teams an 13 Clubs Punkte verschüttet wurden.


Gleich zwei Neueinsteiger schaffen es in die Top10


Und die Redner? Die kuscheln munter weiter und setzen den Trend der letzten Wochen fort. Auf Platz 1 haben wir nun gleich drei Redner. Beachtenswert: bis einschließlich Platz 30 finden sich nur zwei Redner mit mehr als einem Start. Julius Steen und Jakobus Jaspersen aus der Rederei Heidelberg standen zwei Wochen am Rednerpult, während alle anderen Gesichter bisher nur einmal das Wort an die Juroren richteten. Das führt nicht nur zu sehr vielen Rednern mit Punkten (57!), sondern wie auch letzte Woche zu vielen Rednern mit identischer Punktzahl. Top-Ten-Rednerclub ist momentan die BDU mit 3 Leuten. Doppelt verwunderlich: auf drei Turnieren starteten sie nur auf einem. Trotzdem ist auch die Anzahl der gesendeten Teams mit 8 gleich 8mal so hoch wie bei den meisten anderen Clubs. Wollen wir doch mal sehen, wie lang diese Ein-Turnier-Politik durchhält.  


Der ehrgeizige Titelkampf ist noch nicht eröffnet: Plätze werden noch fair geteilt!