Die Deutschsprachige Debattierliga (DDL) ist der Zusammenschluss dezentral organisierter Debattierturniere im deutschsprachigen Raum zu einem gemeinsamen ganzjährigen Wettbewerb. Gewertet werden die Leistungen von Clubs, Rednern und Juroren.
Das Regelwerk der DDL findet sich hier, Kontaktaufnahme mit den Koordinatoren Leonardo Martinez und Sibylla Jenner ist jederzeit per E-Mail möglich.

Montag, 28. Mai 2012

debado-Cup in Dortmund: Anmeldung eröffnet!

Als neunter von wohl zehn Ausrichtern reiht sich Dortmund auch in dieser Saison wieder kurz vor Schluss ein, dieses Mal am 7. Juli. Das Besondere ist das Format: Wartburg. Das ist sowas wie OPD ohne Freie Redner und mit weniger Bewertungskategorien. Genaueres hat die Debattiergesellschaft Jena hier zusammengestellt.

Chefjuroren werden die mit dem Ruhrgebiet verbundenen Wartburg-Experten in spe Lukas Haffert (aus Bochum) und Jörn Hahn (einst Dortmund) sein. Ansonsten: 12 3er-Teams (ggf. mehr), 5 Euro pro Redner für das Turnier und 3 Euro für die optionale Grillparty am Abend, Anmeldung bis zum 11. Juni (der Montag nach Wien) per Mail; wer mehr als ein Team meldet, muss auf jeden Fall einen Juror stellen.

Das Dortmunder Finale 2011, an der frischen Luft

Dass es dieses Turnier gibt, ist eine gute Sache auch hinsichtlich der Spannung in der Liga. Die BDU liegt nun vorn (wenn auch höchst knapp) und der Greifswalder Boddencup, wohl wieder das Saison-Finale, gilt manchem Beobachter als "für Berlin eingetütet" - trotz jener Geschehnisse im Jahre 2010. Ein Wartburg-Turnier in vergleichsweise zentraler Lage sollte Wetten auf die Berliner Titelverteidigung riskanter machen.

Stand nach Marburg

Berlin holt auf dem Brüder Grimm Cup zwei Punkte mehr als Mainz und dreht dadurch den knappstmöglichen Vorsprung von einem Punkt um. Heidelberg und Tübingen punkten nicht, bleiben aber auf einem geteilten Platz 3. Den Druck von hinten übt jetzt Jena aus, das nach seinem Heimsieg letzte Woche und mit Jonathan im Siegerteam an der Lahn nun München überholt und sich in komfortabler Schlagdistanz aufs Treppchen positioniert.



Bei den Einzelrednern tut sich an der Spitze besonders viel und es ergibt sich folgende Situation für die noch kommenden voraussichtlich zwei Turniere: Da jeder Redner seine besten drei Resultate in die Wertung einbringt, sind (mit drei Tab-Siegen!) 90 Punkte maximal zu holen. Georg Sommerfeld hat bereits zwei Tabs  gewonnen und liegt nun lediglich acht Punkte unter dem Maximum. Jonas Werner und Jonathan Scholbach, die in Marburg überragend geredet haben, wäre ebenfalls ein weiterer Tab-Sieg zuzutrauen, was beide ob besserer Drittresultate an die Spitze bringen könnte. Aber auch Matthias Winkelmann hat erst zwei, sehr starke Starts hinter sich und kann die 80er-Marke noch erreichen.

Sonntag, 27. Mai 2012

Nach Marburg

Das aus Jena und Berlin gemischte Siegerteam (hier abgebildet mit Grimms Märchen - Vollständige Ausgabe) teilt sich die 20 Siegpunkte vom Brüder Grimm Cup, was Jena ein Stück weiterhilft, Berlin ob reinen BDU-Finalteams (16 ganz eigene Punkte) nicht. Die beiden geneigten Leser bilden nun aufgrund ihrer Vorrundenleistung, zusammen mit Georg Sommerfeld, den engeren Favoritenkreis für den Saison-Gesamtsieg der Einzelredner. Details später.



Heidelberg und Tübingen punkten in Marburg nicht, sind nun mit über 20 Punkten deutlich abgeschlagen, bleiben aber nach diesem Wochenende auf ihrem geteilten dritten Platz. Darüber ist es maximal spannend:

Scholbach/Werner siegen in Marburg

Jonas Werner und Jonathan Scholbach gewinnen den Brüder Grimm Cup 2012. Berlin ist somit Zweiter, Mainz Dritter, und nun hat Berlin einen Punkt Vorsprung auf Mainz in der Liga-Tabelle.

Bester Finalredner laut Ehrenjury: Jonas Werner.

Aus dem Finale II

Starkes Finale! Die 1. Regierung spielt mit unbekannten Unbekannten, die 1. Opposition warnt vor einer scheinbaren Bekanntmachung der Unbekannten durch die Industrie und sieht einen Unterschied zwischen unterschiedlichen Graden der Bekanntheit.



Es ist übrigens so: Gewinnt Mainz, bleibt Mainz auf 1 in der FDL-Tabelle. Gewinnt Mainz nicht, zieht die Berlin vorbei. Grund: Das BDU-Team liegt im Tab vor dem Mainzer Team.

Aus dem Finale

Unter den Augen des Marburger Bürgermeisters opponiert Karlsruhe.

Marburg: Das Finale

Sowohl Mainz als auch Berlin sind im Finale! Der Wettkampf um die vorläufige Führung in der Liga wird also  im Finale ausgetragen.

1. Regierung:
Die Achse des Guten (Jonathan Scholbach und Jonas Werner)
1. Opposition:
Karlsruhe (Leo Vogel und Johannes Grygier)
2. Regierung:
Berlin (Alexander Hans und Matthias Winkelmann)
2. Opposition
Mainz (Marina Freund und Max Fritz)

Thema: DHG, lebensbedrohlich erkrankte Patienten sollten das Recht haben, von ihrem Arzt die Anwendung experimenteller  (d.h. noch im Teststadium befindlicher, noch nicht genehmigter) Therapien zu verlangen.

Jury: CAs Gau/Umscheid/Brandhofer mit Stefan Kegel und Philip Schröder

Marburg: Das Halbfinale

Wie von der Achten Minute getrötet (Dank an P. Stiel), erreichen das Grimmsche Halbfinale:
  1. Die Achse des Guten (Scholbach/Werner), ungeschlagen auf 12 Punkten
  2. BDU E (Hans/Winkelmann)
  3. Potsdam (Bachmann/Hamann)
  4. Mainz Anton (Giersdorf/Strupp)
  5. BDU C (Sommerfeld/Fischer)
  6. BDU B (Blume/Anders)
  7. Mainz Berti (Freund/Fritz)
  8. Karlsruhe (Vogel/Grygier)
Jonathan Scholbach und Jonas Werner erreichen beiden einen Punktedurchschnitt von exakt 80,0, führen damit das Einzelrednertab an und springen in die Top-5 der FDL-Rednerrangliste.

Thema des Halbfinals: DHW Angeklagte zwischen Jury und Richter wählen lassen

Jurorenbreak:
3 CAs und Manuel Adams, Alexander Prinz, Philip Schröder, Philipp Stiel, Stefan Kegel, Tobias Kube, Daniel Jurjew

...und es gibt ein Tab!

Samstag, 26. Mai 2012

Marburg: alles super

Der Brüder Grimm Cup in Marburg hat begonnen. Die Stadt ist klein, aber sehr fein, und vor allem auch sonnig. Wir nächtigen tatsächlich in jahrhundertealten Fachwerkhäusern, die Organisatoren sind höchst freundlich und tragen "Brüder Grimm Cup"-Shirts.

Nach drei von vier Runden liegen Scholbach/Werner ungeschlagen (also mit 9 Punkten) vorne, gefolgt von der BDU mit Sommerfeld/Fischer (8) und zweimal Mainz mit Strupp/Giersdorf und Freund/Fritz (je 7).

Die Themen:

1. DHW Fußballclubs die Kosten der polizeilichen Sicherheitsmaßnahmen für die Spiele ihrer Liga tragen lassen
2. DHW den UN-Sicherheitsrat boykottieren, solange das Veto-Recht existiert
3. DHW die Grimmschen Märchen Gender-gerecht umschreiben
4. DHW Anwärter für den Beamtenstatus verpflichten, sich während ihrer Probezeit psychologisch evaluieren zu lassen statt ihre psychologische Krankengeschichte offenzulegen wie heute verlangt

Mittwoch, 23. Mai 2012

Marburg: Die Startliste

Am Samstagmorgen um halb zehn geht die Saison in Marburg in die achte Runde. Diese Herrschaften sind nach aktuellem Stand beim Brüder Grimm Cup am Start. Die Top-8 der Club-Tabelle sind vollständig vertreten!



Am Vorabend: Märchenpfad-Wanderung!

Dienstag, 22. Mai 2012

Stand der Liga nach Jena

Das Wesentliche zur Entwicklung in Jena ist in den vorherigen Posts gesagt worden. Erwähnt sei vielleicht noch die Tatsache, dass Marburg, Ausrichter des nächsten Liga-Turniers, erst ein einziges Turnier dieser Saison ausgelassen hat und die zweithöchste Zahl an "Starts", also Auftritten von Einzelrednern vorzuweisen hat.



244 Einzelredner zählen wir inzwischen, 26,3% sind weiblich. Im Vorjahr waren es am Ende der Saison 28,5%. Die beiden aktuellen Spitzenreiter im Wettbewerb um die Goldene Socke für die meisten Turnierteilnahmen (Vorjahressieger: Jan Fischer, BDU) sind Tobias Kube aus Marburg und Alexander Hans von der BDU mit 4 Starts.

Sonntag, 20. Mai 2012

Jena siegt in Jena

Jena hat mit Johanna Schnier und Friederike Meyer zu Wendischhoff sein Heimspiel an der Saale gewonnen und klettert damit auf Rang 7 der Tabelle.

Das bisherige Spitzentrio aus Mainz, Heidelberg und Tübingen war in Jena nicht am Start und wenn drei sich nicht streiten, freut sich der Vierte. In diesem Fall ist das die Berlin Debating Union, die mit Platz 2 in Jena nur ganz knapp den Sprung an die Tabellenspitze verpasst und jetzt nur noch einen Punkt hinter Spitzenreiter Mainz liegt.


Der Norddeutsche Meister Georg Sommerfeld gewinnt in Jena das zweite Liga‑Tab in Folge und steigt auf Platz 2 der Einzelrednerwertung, wo er mit erst zwei Starts einen äußerst komfortablen Rückstand auf Willy Witthaut hat. Zur Erinnerung: Drei Turniere gehen in die Wertung ein.

Jena: Der Break

Nach ganzen sechs Vorrunden (siehe Themenliste) erreichen das Finale in Jena

     1.  Berlin mit Georg Sommerfeld und Johannes Häger,
     2.  München mit Katharina Heine und Valerio Morelli,
     3.  die Berlin/Marburg-Mischung aus Hauke Blume und Hannah Söffing,
     4.  Jena mit Johanna Schnies und Friederike Meyer zu Wendischhoff,
sowie neben den Chefjuroren Jonathan Scholbach und Juliane Mendelsohn: Ruben Brandhofer (Chair), Jonas Werner, Vivian Spitzhofer und Miriam Blank.

Die BDU wird somit mindestens an Heidelberg und Tübingen vorbeiziehen; im Falle eines Sieges von Georg und Johannes auch am aktuellen Spitzenreiter Mainz.

Das Thema des Finals lautet: Dieses Haus bekommt keine Kinder.

Die besten Redner nach Vorrunden:

     1.  Georg Sommerfeld (78,0), der damit Platz 2 der FDL-Tabelle übernimmt
     2.  Matthias Winkelmann
     3.  Johannes Häger punktgleich mit Hauke Blume, der auf Tabellenplatz 3 steigt
     5.  Valerio Morelli

Donnerstag, 17. Mai 2012

Jena: Die Startliste

Morgen geht es los an der Saale, und zwar für diese Menschen:

Vorbericht aus Jena

Die Debattiergesellschaft verhält sich schon in ihrem jugendlichen Alter von 10 Jahren wie eine adlige Grande Dame der Pariser Kunstszene: Sie ist eine rege Gastgeberin von mal größeren, mal kleineren Turnieren: Sie hat nicht nur zahlreiche ZEIT DEBATTEN und Regionalmeisterschaften für den VDCH ausgerichtet, sondern begrüßt auch alljährlich ihre Gäste zu einem Freundschaftsturnier.

Diese Tradition ist Teil des Jenaer Selbstverständnisses: Als Debattierclub aktiv zu sein heißt nicht nur regelmäßig im Club zu debattieren, öffentliche Debatten abzuhalten und auf Debattierturniere zu fahren, sondern auch, selbst zu solchen Debattiergesellschaften einzuladen.

Das Jenaer Freundschaftsturnier ist, verglichen mit den großen Events der ZEIT DEBATTEN und  den Regionalmeisterschaften, immer ein etwas exklusiverer Zirkel. Zum diesjährigen Turnier kommen Rednerinnen und Redner aus Marburg, München, Berlin, Ilmenau, Leipzig, Dresden und natürlich auch aus Jena selbst.

Dieses Jahr weist das Turnier gleich mehrere Besonderheiten auf: Es ist erstmals Teil der Freien Debattierliga (FDL), und es findet erstmals im British Parliamentary Style statt. Denn in dieser Saison gab es nur eine ZEIT DEBATTE im BPS. Da ist das Freundschaftsturnier, das mit sieben Runden die gleiche Rundenzahl aufweist wie eine ZEIT DEBATTE, eine ideale Gelegenheit, nochmal intensiv für die Meisterschaft im Deutschsprachigen Debattieren in Wien zu üben.

Die Chefjury des Turniers besteht aus der amtierenden Vizeweltmeisterin Juliane Mendelsohn (Berlin Debating Union) und Jonathan Scholbach (Debattiergesellschaft Jena). Sie versprechen spannende Themen und ein Turnier in familiärer Atmosphäre.

(J. Scholbach)

Montag, 14. Mai 2012

Die Fieberkurve vor Jena

Am kommenden Wochenende geht die Saison in Jena in die siebte Runde. Hier die wechselhafte Entwicklung an der Spitze bislang:

Montag, 7. Mai 2012

Die Chefjuroren der Liga

Die Themenliste ist jetzt um die zugehörigen Chefjuroren ergänzt. Erkenntnis: Nach den ersten acht Turnieren dieser Saison wird es keine einzige Doppelung gegeben haben. Das spricht doch für einen breiten Pool.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Gute Gründe für Jena

Die Debattiergesellschaft Jena fasst ihre Argumente für Eure Anmeldung zum Freundschaftsturnier folgendermaßen zusammen:

Was bisher geschah:
  • "Zugleich haben sich die Jenaer als unermüdliche Ausrichter von großartigen Debattierturnieren ausgezeichnet."
  • "Ein wie immer reibungslos abgelaufenes Turnier [...] hat mal wieder für einen überaus lohnenswerten Besuch in Jena gesorgt"
  • "Bis jetzt habe ich noch keinen meiner drei Besuche in der zweitgrößten Stadt Thüringens – alle drei zum Debattieren – bereut." 
  • "das Gesamte Turnier [lief] wie Carl-Zeiss-Feinmechanik."
  • "das Turnier war mit viel Liebe zum Detail organisiert."
  • "[...] war ein großartiges Turnier."
  • "[...] kümmerten sich wirklich fantastisch um unser aller leibliches Wohl."
  • "Jenas sommerlicher Charme"
    (Dessislava KirovaChristian Landrock und Florian Umscheid auf der Achten Minute)
Was geschehen wird:
  • vom 18. bis 20. Mai wird dem Collier der Jenaer Turniere eine weitere Perle hinzugefügt ;-)
  • die hat für ein FDL-Turnier ungewöhnlich viele Runden, nämlich sieben 
  • ist also eine gute Gelegenheit, nochmal für die MDD zu üben
  • und ist Schauplatz eines spannenden Kampfs um die FDL-Tabelle
Was nun geschieht: 
  • die Anmeldefrist läuft am kommenden Sonntag ab
  • es sind noch Plätze frei
  • Ihr werdet nicht den Fehler machen, Euch das entgehen zu lassen 
  • Oder doch?