Die Deutschsprachige Debattierliga (DDL) ist der Zusammenschluss dezentral organisierter Debattierturniere im deutschsprachigen Raum zu einem gemeinsamen ganzjährigen Wettbewerb. Gewertet werden die Leistungen von Clubs, Rednern und Juroren.
Das Regelwerk der DDL findet sich hier, Kontaktaufnahme mit den Koordinatoren Leonardo Martinez und Sibylla Jenner ist jederzeit per E-Mail möglich.

Dienstag, 16. Dezember 2014

Rote Nasen und Weihnachtsmützen in Münster



Pünktlich zum Tag der Lebkuchen, Mandarinen und roten Mäntel trafen sich in Münster die Clubs des VDCH-Landes, um um ein silbernes Rehkitz und plüschige Pinguine zu reden. Trotz (oder gerade wegen?) des trüben Wetters waren 72 Redner in 36 Teams aus Deutschland in die Stadt der Nikolausturniere gereist und wärmten sich dort an Suppe und Glühwein auf. Fast aber wäre der Weihnachtsmann im Schatten seiner Rentiere gestanden, die sich mit leuchtend roten Nasen und klingglöcklichen klimpernden Geweihen unter die Debattierer gemischt hatten. Im letzten Moment erinnerte er dann doch wieder an sich, in Form von Schokoladiger Dekoration für alle Teilnehmer. Auch die Themen, die die drei Wichtel Philipp Schmidtke, Christina Drexel und Daniil Pakhomenko mitbrachten, ließen klar werden, dass das Christkind bald vor der Tür steht. Die Festkultur von Russland und dem Westen fanden sich in Debatten um die Belieferungsgebiete von Väterchen Frost und dem Weihnachtsmann wieder und die Hände an einem Becher Glühwein wärmend hörten wir ein modernes Kapitalismusmärchen. Der Weihnachtsmann brachte aber nicht nur Schokolade und gesundes Obst, sondern auch jede Menge Punkte für die besonders braven und fleißigen Debattierclubs.

Fast ganz unten begrüßen wir die BiTS auf ihrem ersten Saisonturnier


 Aachen zog dabei das größte Geschenk, gleich 20 neue Punkte gehen auf ihr Konto. Der Finalgegner Hamburg dagegen schaffte den größten Sprung Richtung Wolken: 8 Plätze weiter oben und damit neu in den TopTen meldet sich die Hansestadt zurück. Schon ganz oben ist noch immer Münster. Aber es wird eng! Mainz und Stuttgart sind der letztjährigen Schnecke dicht auf den Fersen.

Neu auf Turnieren und in den Top 20 ein Aachener und ein BiTSer

Doch nicht nur bei den Clubs, auch bei den Rednern wurden vorweihnachtliche Punktpakete abgegeben. Das größte Geschenk bekommt Paul Huckfeld, 30 Punkte aus Münster durch Top of the Tab und damit ein Einstieg direkt auf Platz 10 unserer Tabelle. Durch zahlreiche 7. Plätze konnten sich außerdem die übliche 20 Redner über unüblich viele Punkte freuen. 304 neue Zähler finden sich verteilt.

Samstag, 13. Dezember 2014

Kaltes Wetter, heiße Debatten- Der Schwarzwaldcup war wohltemperiert.

Zwischen dem Spaßturnier und dem letzten Turnier des Jahres, lag der Schwarzwaldcup so tief im Südwesten, dass man beim Fastfoodlokal mit dem goldenem M auch in Schweizer Franken zahlen konnte. Als Juroren hatte sich der Club aus der (durchschnittlich, nicht subjektiv gefühlt) wärmsten Stadt Deutschlands den Chefjuror der letzten DDM Michael Saliba und Vera Bartsch, die letztes Jahr als lokale Chefjurorin, ohne diesmal - ohne Experimente - mit profunder Kenntnis der Themen eingeladen. Das Team stellte neben Neo-klassikern wie "Deutschen IS(IS) Kämpfern die Staatsbürgerschaft entziehen" auch deftiges Debattenfutter wie "Dieses Haus würde Pickup Seminare verbieten", wovon nicht nur ein Finale sondern eine der fruchtbarsten und nicht furchtbaren Facebookkonversationen (so es etwas gibt) profitierte. Neben den Debatten gab es natürlich auch etwas zu feiern. Nachdem wir letztes Jahr eine Beachparty versprochen bekamen, aber nachts die Sonne nicht schien, wurde bei der Saint-Patricks-Day Party in der ersten Stunde 3 mal I'm Shipping Up To Boston gespielt. Und mit Spielen ging die Party auch in den späten Morgenstunden zuende, als der Kampf um das Last Team Standing in 16 (!!) Disziplinen ausgetragen wurde. Die siegreichen Münsteraner verließen die Party so spät, dass gemunkelt wurde, die Cheforganisatorin Tanja Strukelj wäre bis zum Finale einfach Wachgeblieben und hätte locker mal eine 40 Stunden Schicht geschoben. Gratulation Freiburg, ihr habt eine Kämpferin als Boss! Gratulation Kämpferin, du hast Bosse(plural, nicht Band) als Freiburger! Und für die Clubchefs gibt es auch neue Punkte:

Es fehlt jetzt der Top of the FDL des letzten Jahres. Es riecht nach Umbruch!

Aus Teamsicht ist Freiburg das Turnier der großen Sprünge. Stuttgart hat mit dem Sieg nun 29 mal soviele Punkte wie in der Vorsaison, die Rederei hat 9 mal soviele und Punktet zum unendlich (15/0=?) mal öfter als in der letzten Saison und Hamburg immerhin 4 mal soviel. Dazwischen Teilen sich Mainz und Münster den zweiten Platz. Weitere Punkt werden durch ein zweites Münsteraner Team, ein DC Heidelberg Mainz, ein Mainz/Dresden teilweise aufgelöst.


Noch springt es sich leicht in die Top 20.

Bei den Einzelrednern wird Konrad nun von gleich zwei Debattieren verfolgt und auch ein Münsteraner hat nur noch einen Punkt Abstand auf die Treppchenplätze. 3 neue Redner sind außerdem zu finden, einer ist direkt durch Top of the Tab auf Platz 7 eingestiegen, während sich Jena knapp als Zwanzigster (nicht auf dem Zwanzigsten Platz) in die Tabelle schmuggelt.

Samstag, 22. November 2014

Liebe Närrinnen und Narrhalesen, es ist mal wieder schön gewesen


Liebes VDCH-Land an den Empfangsendgeräten,

das gezwungener Maßen lustigste Turnier der Saison liegt hinter uns. Von nun an ist Debattieren wieder ein Jahr lang humorlos und bitterer Ernst. In Mainz stellten die Chefjuroren Alexander Labinsky(DD), Lennart Lokstein(Tü) und Sascha Schenkenberger(MZ), im lächerlichsten lustigsten aller Debattierformate, Themen der Kategorie "Sollen wir die Erde in den Mittelpunkt des Universums beamen" oder "Soll sich Luke Skywalker Darth Vader anschließen?". Damit hier der Humor richtig eingeordnet wurde gab es vorab eine einseitige, einseitige (Tusch bitte!) "Gebrauchsanweisung" für Juroren. Gebrauchsanweisungen für Spaß abseits der Debatten hatte der Debattierclub Johannes Gutenberg jedoch nicht nötig. Es gab ein Pubquiz, das die Gäste, eine Improtheatershow, die Lachmuskeln und eine Ein-Euro-party, die die Leber beanspruchte. Die Gäste wurden wie bei FDL-Turnieren üblich bei Clubmitgliedern untergebracht, die im Mainzer Fall selbst aus Wiesbaden, also anderen Bundesländern kommen. Aber eigentlich ging es ja mal wieder um Debatten, davon 3 Vorrunden, zwei Halbfinales und ein Finale. Und wo kamen die lustigsten Debattierer Deutschlands her?

Wer fehlt? Vorjahresgesamtsieger Marburg!


Münster aus Westfalen! Aus Westfalen! Eine Länderei, die für das Fehlen eines ausgeprägten Humors bekannt ist. Aber die Titelverteidiger(zu 2/3; 1/3 war Jena) im Halbfinale von zwei Dresdenern und einem Mainzer mit der besten Einzelleistung des Turniers (251 Punkte) herausgeschmissen wurden. Diese trafen auf die Münsterander, die Freiburg mit nur einem Punkt Unterschied schlugen. Der Schlüssel zum Münsteraner Erfolg könnte in einer gewissen Konstanz begründet sein, da zwar kein Redner von ihnen die magische 50 oder das Team die 250 knacken konnte, aber alle drei in den Ausscheidungsrunden einen 48,5 Punkte Schnitt redeten und beide Male insgesamt 243 Punkte für das Team zu buche standen. Dies wird durch die Feststellung unterfüttert, dass der beste Münsteraner immer (Final- und Vorrundentab) hinter einem Redner aus jedem anderen gebreakten Team steht. Für die Saisontabelle bedeute dies, dass die Schnecke des letzten Jahres Tempo aufgenommen hat und einen für Münster seit Beginn der Aufzeichnungen erstmaligen ersten  Platz in der Tabelle besetzt (sogar ein zweiter wäre ein Novum gewesen). Dahinter haben nur noch Bonn von drei jungen Debattieren profitiert und einen Sprung nach oben gemacht. Der Mangel an Bewegung begründet sich dadurch, dass unter den bepunkteten Clubs 6 diese Saison zum erstenmal mit Punkten heimfuhren oder sogar antraten.

30 Punkte sind derzeit noch die Glasdecke, die Einzelerfolge von Punktesammlern trennt.


Auch in dieser Tabelle dürfen wir 5 neue Namen begrüßen. Allen voran den Top of the Tab Redner Thore Wojke, der als Einziger einen 50,00er Schnitt erreichte. Nicht in der Tabelle ist der Meister der Späße, weil beste Finalredner, Marcel Sauerbier, der nach zwei sehr starken Reden im Finaltab den zweitbesten Schnitt (48,8) vorweisen kann aber nach den Vorrunden "nur" auf Platz 9 zu finden war. Das wir noch eine Frühe Phase der Saison haben lässt sich daran ablesen, dass es für die Top 6 Redner mit der Ausnahme von Philipp Schmidtke das erste Saisonturnier war.

"Mainz, Mainz, Mainz!"
 - Annonymer Münsteraner nach dem Finale, irre einen Pokal streichelnd
Finaltab

HINWEIS: In diesen Artikel hatte sich ein Fehler eingeschlichen. Vermutlich aus Reflex wurde bei der Berechnung der Tübinger Punkte 20/3*2 ~ 14 errechnet (oder aber wir haben die Aufteilung beim übertragen vergessen). Korrekt war aber nur 14/3*2 = 9. Dadurch hat Münster sogar Tübingen überholt.
Andere Mixed Teams zur vollständigkeit:  Dresden Mainz 16/3*2= 11(DD), 5(MZ aber durch eigenes Team verfallen) Aachen Jena 5/3*1=2(AA) 3(J)

Dienstag, 14. Oktober 2014

Die Koordinatoren stellen sich vor... der Senior



Als letzter in der Serösie ist es nun an mir zu berichten, wer ich bin und was ich hier mache. Ich bin der Typ mit dem Hut, der auf den Turnieren des letzten Jahres rumhing. Ich bin der angekrustete Rest der letzten Koordinatoren, der seinen Platz nicht räumen konnte. Ich bin....- um ehrlich zu sein solltet ihr liebe Leser an den Empfangsgeräten das wissen, denn ich bin mit 50% von euch eh bei Facebook direkt befreundet.

Darum lasst uns lieber darüber reden, was dieses Jahr anders sein soll als im letzten Jahr. Wie schon öfter angedroht soll das FDL Blog schneller und besser gefüttert werden. Der Weg dorthin soll mit den brillanten und fleißigen Geistern von Sabrina und Nicolas geebnet werden. Denn 6 Augen sind zwei mehr als man für ein vier Augen Kontrollsystem braucht. Damit gibt es eine Entlastung für Koordinatoren und im Streitfall könnten wir per Mehrheitsbeschluss mit "Dissenting Opinion"(Urteilsanhang der überstimmten Seite - die angloamerikanischen Juristen unter euch kennen den Trick) schneller Informationen unters Volk bringen. Außerdem muss sich nicht immer die gleiche Person mit meinen Rechschreibfehlern(hier zur Abwechslung mal absichtlich) auseinandersetzen.Ich glaube, dass dieses Team das Potenzial hat das nächste Jahr zu überleben um davon berichten zu können.

Die nächsten Punkte verteilen wir bei den närrischen Mäinzern (tä-tä, tä-tä, tä-tä) und danch in  Freiburg (echt ne heiße Stadt!). Aber bis dahin werden wir euch zumindest mit Infos über Rentner in Spendierhosen versorgen.

Die Koordinatoren stellen sich vor... der Seriösere oder: Endlich! - Seriöse Turnierberichterstattung bekommt ein Gesicht!

Liebe Debattiergemeinde,

jahrelang habt ihr Euch nun verzehrt vor Verlangen nach wahrhaft seriöser Turnierberichterstattung. Nach mehr ehrlichen Worten, weniger gelogenen Zahlen und einer gleichbleibenden Versorgung mit Halbwahrheiten am Rande. Nun, frohlocket, werte Gemeinde, denn es ist so weit:

Seriöse Turnierberichterstattung bekommt endlich ein Gesicht!



Dieses Gesicht: 





Egon Adam Rümmelsberger
Das Gesicht von Egon Adam Rümmelsberger. Dem.. erm.. Mann, der sich kurz vor Ende der Ausschreibung um neue FDL Koordinatoren im vergangenen Monat mit Waffengewalt Zutritt zu unserer Wiesbadener Wohnung verschafft hat und seither meine Freundin im Bad gefangen hält. Um den Zustand der Belagerung unserer Wohnung möglichst ohne (weiteres) Blutvergießen zu beenden, mussten wir Egon Adam Rümmelsberger zusichern, ihn zum neuen Gesicht seriöser Turnierberichterstattung in der bedeutendsten Deutschen Liga einer der bedeutendsten Breitensportarten der Bundesrepublik zu machen. Da der DFB bis heute weder auf unsere panischen Anrufe noch auf hasserfüllte e-Mails reagiert hat und die Versorgung mit Nahrungsmitteln in unserem Badezimmer langsam knapp zu werden droht, blieb uns keine Wahl, als ihm den Posten des Chefreporters hier (nein, das ist mit niemandem abgesprochen) zuzugestehen. 




Nach dieser Ankündigung wird Egon, der von seinen psychatrischen Gutachtern für "mehr oder minder zurechnungsfähig, und jetzt nehmen Sie bitte die Waffe weg" gehalten wird, die Produktion von Beiträgen für den FDL-Blog in Wiesbaden überwachen und für eine ungewohnte Seriösität der Berichterstattung Sorge tragen. Im Gegenzug werden wir ihn bekochen und auch weiterhin nicht die Polizei rufen.

Damit wäre vorerst alles gesagt - ich bin dann mal im Badezimmer.

(ne)

Die Koordinatoren stellen sich vor...die Seriöse

Die Koordinatoren stellen sich vor...

Nachdem die FDL letztes Jahr die 30%-Quote an Frauen geknackt hat, ist nun auch im Koordinatorenteam ein weibliches Mitglied eingezogen!

Ich heiße Sabrina Effenberger und bin seit letztem Jahr in der Rederei Heidelberg dabei, seit diesem Jahr auch dort im Vorstand. In diesen 12 Monaten war ich ziemlich viel unterwegs und habe die meisten FDL-Turniere (anfangs unbewusst) mitgenommen. Dabei dürfte ich den meisten von euch sicher schon mal begegnet sein.

Nachdem ich jetzt also Debattierluft geschnuppert und auch ein wenig der Turniersucht verfallen bin, freue ich mich sehr, das nächste Jahr etwas aktiver gestalten zu können. Den eigentlichen Plan - mehr Uni und weniger Geld in die Deutsche Bahn oder diverse Fernbusunternehmen zu investieren - habe ich sehr schnell wieder aufgegeben. In unserem bunt gemischten Team bin ich zwar (Alters- und Debattier-) Küken, werde der geballten Erfahrung aber sicher gut helfen können. Auf das nächste Jahr, viele Turniere und eine tolle Zusammenarbeit freue ich mich schon sehr!

A propos Turniere: das erklärte Ziel sind die 12 Turniere dieses Jahr vollzumachen und zu übertreffen. Über ganz freiwillige und motiviert-überzeugte Anmeldungen freuen wir uns also immer. Schreibt dazu einfach die FDL-Adresse an oder quatscht mit uns auf den Turnieren. Außerdem könnt ihr mich immer erreichen unter seffenberger.95@gmail.com. Natürlich auch jederzeit bei Fragen oder Ideen.

Ich hoffe, euch allen nächstes (beziehungsweise dieses) Jahr zu begegnen!

Sabrina
se

Freitag, 3. Oktober 2014

Wer waren nochmal diese Göttinger Sieben?

Göttingen und Debattieren? Waren das nicht diese Menschen um Nico F.? Nein, das sind viele tolle Menschen – und Nico F.. Da dieser aber schon selbst dafür gesorgt hat, dass er sein Fett weg bekommt, wollen wir uns nicht mit dem Chefjuror (neben Michael Saliba und einem leider verhinderten Clemens Lechner) beschäftigen, sondern um die harten Debattierfakten kümmern. Also:
Unterkunft: Turnhalle mit Klassenfahrtsfeeling;
Gastgeber: Bis zur Selbstaufopferung bereit alles für eine gutes Turnier zu tun. Wer spielt denn bitteschön freiwillig Nachportier für Debattierer?
Verpflegung: Essen bis zum Umfallen und ein KÜHLschrank voll kostenlosem Bier.
Locations: 1 Minute Fußweg von Crashlocation zur modern ausgestatteten Schule.
Themen: Mit Game of Thrones, der katholischen Kirche, Sex, kaltem Krieg, Vorbereitung auf heißen Krieg, Robotern und Kommunismus, Sex und zum finale Röcken mit nichts drunter, war alles dabei was das Herz begehrt.
Preis: Gerechtfertigt.
Punkte: Wurden vergeben und zwar so:

Noch nicht wirklich stabil: Die Vereins-Tabelle

Tübingen sammelt kräftig Punkte und schiebt sich an die Spitze, aber dazu unten mehr. Noch vermissen wir da den ewigen Widersacher aus Marburg, aber sicherlich lassen sie nicht mehr lange auf sich warten. Warum musste man also jetzt knapp zwei Wochen auf diese Tabelle warten? Wir mussten uns ein wenig mit den nigelnagelneuen Regeln befassen, da wir dieses Mal ein sehr punkterelevantes Mixed-Team hatten. Ihr fragt euch: Was war denn da so schwierig? Und wir so:

[Regelmumbojumbo, überspringen gefährdet die Demokratie, die Rechtssicherheit und kann zum Verlust von FDL Punkten führen]

Diesmal steigen wir mit einer großen Regelkunde ein und betrachten danach die Folgen einer Regeländerung für die Tabelle. In den Regeln steht in Abs. 4.1 S.1 „Jeder Verein erhält auf jedem Turnier, auf dem er antritt, die Punktzahl seines bestplatzierten Teams.“ Nun stellt sich die Frage, was das „bestplatzierte Team“ der Tübinger war. War es das Mixed-Team mit Göttingen (dann 20/2 = 10) oder war es das reine Team (dann 16)?

Bisher ist eine solche Misere durch ein aktives Nichtbeanspruchen der Punkte durch den Redner des Mixed-Teams geregelt worden. (Abs 3.2 S. 1 a.F. "Vereinsfremde Redner haben die Möglichkeit, ihren proportionalen Anteil der Vereins-Wertung für ihren jeweiligen Verein zu reklamieren.") Dafür muss aber der "richtige" Club das Team gemeldet haben, denn nur der vereinsfremde Redner konnte überhaupt claimen bzw. nicht claimen. Hier hat zum Glück Göttingen das Team angemeldet, so dass ein Nichtclaiming für Tübingen möglich gewesen wäre. Andersherum wäre ein Nichtclaiming übrigens damals und heute nach dem Wortlaut der Regeln nicht möglich - also Obacht beim Aufstellen von Mixed Teams!

Problematisch ist nun aber, dass ihm Rahmen der diesjährigen Regelreform die Claiming-Regelung geändert wurde. Abs. 3.2. S. 1 n.F. ("Jeder Redner legt sich mit dem ersten Turnier der Saison, auf dem er in einem Team Antritt, automatisch fest, während der Saison nur für den entsprechenden Club (Hauptclub) Punkte zu sammeln, es sei denn, er teilt den FDL-Koordinatoren bereits vor Beginn der ersten Runde auf diesem Turnier mit, dass er für diese Saison einen anderen Hauptclub festlegen möchte.") gibt jetzt an, dass vor dem ersten Turnier eine Hauptclubzugehörigkeit festgelegt wird oder eine Abkehr vom bisherigen Hauptclub erklärt werden muss. Eine solche Erklärung lag uns aus Tübingen vor, sodass grundsätzlich ein Mixed Team vorliegt.

Zugleich existiert der oben genannte Satz in sinngleicher Form weiter als Abs. 3.2 S. 3 n.F. ("Redner anderer Clubs im Team haben die Möglichkeit, ihren proportionalen Anteil der Vereins-Wertung für ihren jeweiligen Hauptclub zu reklamieren oder diesen verfallen zu lassen."). Somit hat der Tübinger Redner die Möglichkeit seine Punkte zu reklamieren. Fraglich ist hier, ob eine Erklärung zur Clubzugehörigkeit, insbesondere bei dahingehend eingehendem Wortlaut, auch schon diese Reklamierung beinhalten kann. Da durch ein Reklamieren gerade die Problematik einer ungewollt niedrigeren Bepunktung vermieden werden soll, gehen die Koordinatoren davon aus, dass daher eine Erklärung vor Ende des Turnieres grundsätzlich nicht zulässig ist. Dies entspricht dem Wortlaut des Wortes "reklamieren", welches von dem beanspruchen bereits entstandener Punkteansprüche ausgeht. Diese Punkteansprüche entstehen jedoch erst mit Ende des Turnieres. Wir haben somit entschieden, die Vorabmeldung unabhängig vom Wortlaut nicht als Claiming zu werten.

Ferner ist fraglich, wann ein Team "bestplatziert" i.S.v. Abs. 4.1 S. 1 ist. Vom Wortlaut her könnte hier vertreten werden, dass dies unabhängig von einem Claiming nach Abs. 3.2 S. 3 n.F. der Fall ist, also nur die Teilnahme an einem Team dazu konstitutiv ist. Das System des Claiming wäre somit ein vorgelagerter Schritt, in welchem Punkte entstehen können (oder bei Nichtclaiming eben nicht). Der Verein würde in jedem Falle aber nur die aus dem bestplatzierten Team entstehenden Punkte erhalten. In der Verwaltungspraxis hat es sich jedoch etabliert, dass ein Team nur als Vereinsteam gewertet wird (und somit für die Bestplatzierung nach Abs. 4.1 S. 1 von Relevanz ist), wenn aus diesem Team auch die Punkte geclaimt werden. Wir folgen somit der Verwaltungspraxis und werten ein Team nur als Vereinsteam, wenn aus diesem auch Punkte reklamiert werden.

Da uns kein expliziter Claim der Tübinger Punkte aus dem ersten Platz vorliegt, und dieser erste Platz auch nicht zwingend als Tübinger Team gewertet werden muss, sodass die Punkte des reinen Tübinger Teams auf dem zweiten Platz gewertet werden können. Tübingen erhält somit auf diesem Turnier 16 Punkte.

[/Regelmumbojumbo]

Wer die siegreichen Brüder findet hat gewonnen.

Die Rednertabelle hat endlich zwei spalten und damit gibt es auch endlich etwas zu besprechen. auffällig ist, dass wir unter den Top 20 nur 4 Doppelpunkter haben. Um es einordnen zu können muss man die Tabelle nach 2 Turnieren im letzten Jahr betrachten. Den relevanten Teil haben wir neben die Regeldiskussion gepackt um diesen Abschnitt zumindest ertragbar zu machen. Im Ergebniss waren es damals doppelt so viele Doppelpunkter. Aber die insgesamten Top drei des letzten Jahres waren schon damals durch Doppelpunkte in den Top 5. Folglich sollte man dieses Jahr ein Auge auf Konrad Gütschow und Allison Jones haben. Vor allem da Konrad schon wieder einen Top of the Tab gesammelt hat. Weiterhin freuen wir uns, dass 8 der Top20 RednernINNEN einen normalerweise weiblich assozierten Vornamen haben. Und aufgrund des erweiterten Datensammlungsauftrag können wir feststellen, dass derzeit 13 verschiedene Clubs durch Redner in dieser Liste Repräsentiert sind.

Mit diesen Erkenntnissen verabschiedet sich die derzeitige Inkanation der Koordinierung und wünscht sowohl den Nachfolgern als auch den Aussteigern alles Gute. Man sieht sich!

Gesamttab
Bilder aus Göttingen

Dienstag, 30. September 2014

Lustig wird's in Mainz!

Auch in dieser Saison freuen wir uns wieder auf den Gutenberg-Cup in Mainz! Hier alle Details, frisch vom Verteiler:

Liebe Freunde des guten Humors,

es ist wieder soweit! Auch dieses Jahr organisiert der Debattierclub Johannes Gutenberg e.V. sein traditionelles Turnier, den Gutenberg-Cup. Am 15.und 16. November laden wir Euch nach Mainz ein, um in 3 Vorrunden, im Halbfinale und im Finale Eure Lachmuskeln zu trainieren. Der Sieger darf sich dann ganz offiziell Meister der Späße nennen!

Die Besonderheit des Turniers besteht in seinem Format. Ja, für manche mag auch OPD sonderbar sein (Shame on you!) aber das ist nicht gemeint! Debattiert werden ausschließlich sogenannte Spaßdebatten - heißt, Debatten die sich in einem surrealen / ironischen / humorvollen Kontext bewegen. Für abwechslungsreiche Themen werden Alexander Labynski, Lennart Lokstein und Sascha Schenkenberger sorgen!

Natürlich liegt uns Euer Wohl sehr am Herzen. Deswegen freuen wir uns auf ein sehr studierendenfreundliches Turnier, das eine 1€ Party, das traditionelle Pup Quiz, einen eigenen Partyraum und ein Kuchenbuffet beinhalten wird. Dieses Jahr wird es außerdem ein eigenes Impro-Theater-Programm geben!

Um am Gutenberg-Cup teilzunehmen, braucht Ihr Euch nur anzumelden. Schreibt uns einfach an info@dcjg.de (Institution und gewünschte Teamanzahl) bis zum Sonntag, den 19. Oktober. Die zweite Anmeldephase beginnt einen Tag später und endet am 3. November.

Hier die harten Fakten:

Gutenberg-Cup

FDL? Ja, natürlich!
Datum: 15.und 16. November
Organisation: Oliver Grytzmann, Willy Witthaut, Pia Kehry, Nicolas Eberle
Kosten: 15€ p.P.
Unterkunft: Crash
Format: OPD
Team-Cap: 15 (18) Teams
Jurorenregel: Clubregel
Runden: 3 Vorrunden, Halbfinale, Finale
Chefjuroren: Alexander Labynski, Lennart Lokstein, Sascha Schenkenberger

Bis bald in Mainz, Euer Vorstand des DCJG

Donnerstag, 11. September 2014

Die Liga braucht dich!

VDCH-Land hat einen neuen Vorstand. Und diesem wollen wir das Koordinatorenteam zur Seite stellen, das er verdient. Dafür benötigen wir aber Material, menschliches Material! Gut wäre, wenn der Mensch das Blog liest. Also du!

Du
- hast den Willen das Debattieren in Deutschland vorran zu bringen,
- Lust viele Turniere zu besuchen,
- bist in der Lage unter den widrigsten Bedingungen zu Schlafen,
- stehst auf lange Bus-/Bahn-/Autoreisen,
- magst Zahlenspielereien und Excel,
- traust dich öffentliche Texte zu verfassen,
- hast gute Zähne und einen festen Handschlag,
- redest gerne mit der Szene,
- möchtest in einer Reihe mit großen Namen Daniil Pakhomenko, Lukas Haffert Manuel Adams, Florian Umscheid oder kleineren Namen wie Matthias Carcasona und Philipp Schmidtke stehen,
- erfüllst zumindest 4 der oben genannte Kriterien (oder hast andere Eigenschaften)

dann bist du qualifiziert genug, dich auf den Posten eines Koordinatoren für die FDL zu bewerben. Schreib einfach ein kleines Motivationsschreiben an den unabhängigen Wahlleiter Florian Umscheid a.D.³ (Präsident a.D., Koordinator a.D., Achte Minute Chefredakteur a.D) [email ät florianumscheid Pünktchen de ] Dieser wird bis zum 21. September Bewerbungen entgegennehmen und die Kontaktdaten innerhalb des Bewerberkreises weitergeben, damit sich bei Interesse Bewerber-Teams bilden können (in den letzten beiden Saisons hatten wir jeweils Zweier-Teams). Einzelbewerbungen sind also ausdrücklich erwünscht. Gesammelt werden diese dann den FDL-Ausrichterclubs vorgestellt und zur Wahl gestellt.

Matthias & Philipp

P.S.: Auch wir haben vor uns in diesem öffentlichen Verfahren wieder zu bewerben, können uns aber auch gut vorstellen unser Team nochmal zu erweitern, Teile auszutauschen o.ä. Also immerzu, bewerbt euch!

Sonntag, 17. August 2014

Dunkle Vorhersagen aus dem Schwarzwald

Der Debattierclub Freiburg macht auch in dieser gerade begonnenen Saison mit seinen dunklen Spielchen im schwarzen Wald weiter - und kündigt zu unser aller Freude den Schwarzwaldcup 2014 an. Hier die Details vom Verteiler:

Liebes VDCH-Land,

auch in diesem Jahr wollen wir wieder unseren Schwarzwaldcup in Freiburg veranstalten! Das Turnier, das Teil der FDL ist, wird am 29.+30.11.14 stattfinden. Das Format wird BPS sein, der Teilnehmerbeitrag wird sich vermutlich auf 15€ belaufen.

Weitere Informationen werdet ihr in ein paar Wochen mit dem Start der Anmeldephase erhalten.

Also: Merkt euch diesen Termin vor!! ;)

Viele Grüße!
Tanja
für den Debattierclub Freiburg e.V.

Mittwoch, 6. August 2014

Glaubst du noch oder zweifelst du schon?

An die Existenz von Bielefeld muss man glauben, so die urbane Legende, denn in der Realität existiert es nicht. Für Debattierdeutschland wurde es daher ernst am letzten Wochenende: Glauben, dass es existiert und fahren oder lieber daheim bleiben? Der Reiz der ersten FDL-Punkte der Saison wird sein übriges getan haben, und so haben es 16 Teams wirklich nach Bielefeld zum ersten Turnier dort geschafft! Belohnt wurden sie mit echten FDL-Punkten, großartigen Themen und, so hört man, umfangreicher Gastfreundschaft und einem rundum gelungenem Turnier.


Ui, die ist aber klein geworden: Die FDL-Tabelle mit nur einem Turnier

Neue Saison, neues Glück: So wird wie jedes Jahr die FDL-Tabelle am Anfang der Saison ein wenig aufgerüttelt. Potsdam war besonders religiös (oder religionskritisch?) und konnte die ersten 20 Punkte der Saison verbuchen. Mit Bamberg steht ein Neuling schon jetzt auf dem Treppchen, einen gewissen Koordinator a.D. wird das bestimmt besonders freuen.

Schon aufgefallen? Die ersten 6 Redner sind streng nach Clubs verteilt
Lokstein und Gütschow setzen ihr Kopf an Kopf Rennen aus dem letzten Jahr fort - auf anderem Niveau auf Platz 5. Wirklich gepunktet hat dieses mal Magdeburg, die mit Stefan Torges und Felicia Höer die zwei besten Redner des Turniers stellten, gefolgt vom Team aus Potsdam.

Danke nach Bielefeld, die FDL kommt gerne wieder! Im September meldet sich die FDL dann aus Göttingen wieder, zwischendurch wird bei den deutschen Debattierer mit der EUDC und ihren Vorbereitungsturnieren sowie der VDCH MV sicherlich keine Langeweile aufkommen!

Zum Tab

Zu den Reflexionen der Achten Minute

Donnerstag, 31. Juli 2014

Die Mär von den Mixed Teams

Irgendwie auch ein Mixed Team: Der FDL-Liger Ya-Sooh Fat
Photograph © by Bill Dow/Shambala Preserve

In der FDL sind sie legendär, diese Mixed Teams. Es ist die wohl das einzige, was einen FDL-Koordinator von einem normalsterblichen Wesen unterscheidet: Das über Generationen weitergereichte Wissen zur Bepunktung dieser Teams. Zur neuen Saison wollen wir unsere Macht einmal teilen und erklären, wie wir Mixed Teams verarbeiten.

Schritt 1

Man nehme die einzelnen Redner eines Teams und schaue sich an, ob diese dem meldenden Club angehören. Wenn das bei allen Rednern der Fall ist, dann bekommt der meldende Club alle Punkte - wir haben kein Mixed Team. Wenn wir ein wenig Debattierer-Cross-Breeding im Team haben (i.e. Redner passen nicht zum meldenden Club), dann bekommt der meldende Club nur den Anteil der Punkte, den er auch an Rednern im Team hat. Wenn also ein Team ausschließlich aus clubfremden Rednern besteht, bekommt erstmal niemand Punkte. (So steht es geschrieben in Abs. 3.2 S. 1 FDL-Regelwerk)

Schritt 2

Nach Schritt 1 verfallen erstmal all die Punkte von clubfremden Rednern. Diese Redner können ihre Punkte aber nun für ihren jeweiligen Heimatclub reklamieren, also uns Koordinatoren sagen, dass sie die Punkte haben wollen. (so steht es geschrieben in Abs. 3.2 S. 2 FDL-Regelwerk) Häufig (lies: immer) wird das vergessen, daher machen wir das in einfachen Fällen von uns aus.

Einfach, was? Und wenn sie nicht gestorben sind, dann punkten sie noch heute, die Mixed Teams.

mc

Montag, 28. Juli 2014

Wer keine Mückenstiche hat, war nicht am Bodden

Aus, aus, aus, die Saison ist aus! Die FDL - vielleicht zum letzten Mal als solche - hat einen Sieger der Saison 2013/14: Herzlichen Glückwunsch nach Marburg, welches seinen ersten Platz seit Bayreuth wacker verteidigt und ausgebaut hat!

Aber zurück auf Anfang, zum Boddencup am vergangenen Wochenende, an dem das Marburger Sommermärchen sein erfolgreiches Ende fand. Jedes Jahr das Gleiche: Crash-Unterkunft, Vorrunden in der Philologie, Grillen am Strand, Debattierer in kurzer Wäsche, Brötchen mit Pesto, Mozarella und Trockentomaten beim Finale in der Anatomie. Manche würden es uninnovativ nennen, wir nennen es das großartige Debattierer-Sommer-Treffen! Und das ist auch gut so, weil der anwesende Koordinator mit anderen Vergnügungen im Norden beschäftigt ist und der andere Koordinator aus der Ferne diesen Artikel schreibt. Egal wie die Liga im nächsten Jahr heißt, wir freuen uns wiederzukommen zum Showdown am Bodden 2015. Showdown im Kampf mit den Mücken, versteht sich.

Zum sportlichen Teil dieses Turniers. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, dass es ein Turnier in Berlin war, denn aus der Hauptstadt sind ganze acht Teams angereist, genauso viele wie es Berliner Teams beim Berlin Punk gab und nur geschlagen von den 9 Teams, mit denen Münster bei seinem Nikolausturnier angetreten ist.

Man wird schon fast sentimental: Die letzte FDL Tabelle für diese Saison

Berlin hat seine starke Präsenz auch in FDL Punkte umgewandelt und das Turnier gewonnen. Nachdem drei von vier der Finalteams von der BDU gestellt waren, war das aber zumindest statistisch keine Überraschung mehr. Aber auch Marburg sammelt weiter Punkte und holt nach FDL Punkten den zweiten Platz. Insgesamt wurden aber in Greifswald sehr wenige FDL Punkte vergeben, denn Berlin blockiert mit seinen acht Teams, von denen sechs in den Top 10 (und somit im FDL-Punkte-Bereich) gelandet sind, ganz viele Punkte. Mainz hat schon gesehen, dass sich an ihrem dritten Platz in der FDL nichts mehr ändern ließ und hat auf die Anreise ganz verzichtet. Pah!

Regelliebhaber wird interessieren, dass zwei Vereine - Marburg und Münster - in dieser Saison auf allen Turnieren angetreten sind und nach Adam Riese (und FDL-Regelwerk 4.1) muss daher das Turnier mit den wenigsten Punkten abgezogen werden. Beide Clubs haben aber exakt einmal nicht gepunktet, daher konnten wir Koordinatoren uns die manuelle Punktekorrektur hier ersparen.

Zur Feier des Tages sogar mit den Top 30 - die Rednertabelle

Berliner haben auch bei den Einzelrednern in diesem Turnier groß gepunktet - nur leider waren sie damit etwas spät dran, um die Top 10 noch aufzurütteln. Konrad Gütschow hat gekämpft, und seinen traditionellen Teampartner Lennart auch geschlagen am Bodden - nur leider hat es trotzdem nicht gereicht. Es hätte jedenfalls ein zweiter Platz auf dem Tab werden müssen, aber es wurde nur ein Fünfter. Damit hat sich das Zittern für Lennart gelohnt - seit unserem ersten Turnier in Heidelberg hat er den ersten Platz inne und keiner hat es geschafft seine fast perfekte Kombi aus zwei Top-of-the-Tabs und einem zweiten Platz zu schlagen. Herzlichen Glückwunsch!

Einen Titel teilen sich aber Lennart und Konrad, zusammen mit ihrem Vereinskollegen Tobias Kube: Die Goldene Socke für die meisten Turnierstarts der Saison. Tobias hält diesen Titel damit zum dritten Mal in Folge. Das nennen wir Durchhaltevermögen und wahre Liebe zur FDL!

Auf wahre Liebe zur FDL hoffen wir auch in der nächsten Saison wieder, und danken allen, die diese Saison teilgenommen haben!

Die Gedanken der Achten Minute zu den Geschehnissen am Bodden

Die Tabs vom Bodden

mc

Donnerstag, 24. Juli 2014

Aus Bunga Bunga werden die Göttinger Sieben

Ungekürzt und unzensiert auch diese wichtige Mitteilung aus Göttingen zum ehemaligen Bunga Bunga Cup. Das wichtigste für alle, die besorgt waren: Es gibt für's Social kein Berlusconi Paket.

Liebe Debattierfreunde,

unser Direktor für Diversity und Clubequityofficer Nicolas Friebe hat nach Konferierung mit dem Vorstand der BDU und sorgfältiger Prüfung entschieden, dass der bisherige Titel des "Bunga-Bunga-Cup - DAS Turnier für interkulturellen Austausch" Sexismus, Rassismus oder gar Prostitution von Minderjährigen verherrlichen könnte. Hintergrund dieser Entscheidung ist folgende Sorge der Berliner:
"Seit der Affäre um den ehemaligen italienischen Präsidenten Belusconi sind die „BungaBunga“ Sexpartys begrifflich in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Handelt es sich bei diesem Turnier um eine, an diese Partys angelehnte, Veranstaltung, bei der ebenfalls minderjährige Mädchen prostituiert werden, sehen wir uns gezwungen euch von einer Umsetzung  einer solchen gesetzes widrigen Veranstaltung abzuraten. Handelt es sich nicht um solch eine Veranstaltung, dann sehen wir eine Verharmlosung dieser Straftat gegeben, durch die Verwendung des gleichen Begriffs für ein Debattierturnier bei dem “BungaBunga” synonym für Spaß verstanden wird. Außerdem hat sich der Terminus „BungaBunga“  bereits vor 2010 im Sprachgebrauch manifestiert und stellt eine lautliche Imitation „primitiver“ (afrikanischer) Sprachen dar und wäre damit latent rassistisch."

Da wir uns nicht von den Berlinern Ignoranz, Intoleranz und Respektlosigkeit vorwerfen lassen wollen, geschweige denn die Organisation einer Sexorgie mit minderjährigen Prosituierten, hat der Vorstand des Göttinger Debattierclubs auf Empfehlung des Göttinger Diversity Direktors entschieden, den "Bunga-Bunga-Cup" in den "Cup der Göttinger Sieben" umzubenennen. Alle anderen Daten bleiben wie gehabt!
Wir bitten daher die Koordinatoren der FDL und die Achte Minute die Änderung des Namens auf der Homepage vorzunehmen und entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten!

Für den Vorstand des Göttinger Debattierclubs

David Coenen-Staß                                                     Franziska Frese
- Vizepräsident & Cheforganisation -                        - Cheforganisation -

Dienstag, 22. Juli 2014

...und es hat Bäm gemacht

Am Tag nach dem Turnier war die Stadt nicht wiederzuerkennen. Grauer Himmel und Regen statt sengender Hitze und strahlender Sonne. Am Tag zuvor wuselten Helfer und Cheforga hektisch herum, immer das beste für jeden zu ermöglichen; nun ging niemand vor die Tür. Die Stadt hatte einen Feierkarter, ausgelöst von Melonenlikör, Euphorie und Müdigkeit. Nur eine eine Stadt der FDL ist in der Lage ein derartiges "Tag danach" Gefühl zu vermitteln: Heidelberg! Diesmal hat uns die Rederei ein Turnier vor den Latz geknallt!

Das HeidelBÄM war gut ausgestattet mit genausovielen Chefjuroren wie Vorrunden (die großartigen Alexander Labinsky und Sascha Schenkenberger sowie ein Dritter, über den wir lieber Schweigen), einem tatsächlich eingehaltenem Zeitplan und Pokemon als Thementeaser und Raumnamen. Selbst zwei große Töpfe mit schlechtgewordenem Chilli konnten die Stimmung nicht trüben, da niemand es bemerkt hätte, wenn die Orga es nicht voller bedauernd verkündet hätte. Aber nach dem Ein-Tages-Turnier ist immer auch vor der Party und hier wollte und musste die Rederei nicht hinter Debating zurückstecken. Gab es dort eine luftige Villa mit Public Viewing, so hatten die Organisatoren wettergerecht einen kühlen Keller organisert in dem es sich ausgelassen Feiern ließ. Und was gab es zu feiern?

Was Sie nicht sehen:  67 % der teilnehmenden Clubs haben zumindest einmal Punkte geholt!

Den vierten FDL Turniersieg des Marburger Clubs in Folge! Und mit 12 Punkten Vorsprung können sie schonmal die Melodie zu "So gehen die Tübinger...." einüben, denn Tübingen braucht, um die Krone noch zu bekommen, Schützenhilfe. Im Falle eines Tübinger Sieges beim Boddencup am nächsten Wochenende müssen sich 5 Teams auf die nachfolgenden Plätze vor dem ersten Marburger Team belegen. Die BDU könnte hier zum Königsmacher werden, doch zu welchem Preis? (Kennt noch wer die "Formatkriege"?) Aber vielleicht ist es auch schon Antrieb genug, dass die Münsteraner Schnecke mit ihnen auf einer Stufe steht. Wenn nun schon Saisonschluss wäre, wäre Münster aber hinter der BDU - denn im Falle von einer Teilnahme an allen Turnieren wird das schlechteste Ergebnis gestrichen und Münster würde doch ein Punkt fehlen. Oder aber die Schönheit des Boddens lockt diesen für die Top 10 knapp unterdurchschnittlich aktiven Club (7 zu 7,3) aus seinem Versteck. In other news: Wir begrüßen den AfA Salzburg und Debating Heidelberg in der Liste der bepunkteten Clubs!


Was Sie nicht sehen: Die Top 16 % der bepunkteten Redner besitzen 47,2% der Punkte!
In die Reihen der Top 10 RednerInnen hat mit Sarah Kempf  nun endlich wieder ein Frau Einzug genommen. Zugleich hat sie jedoch verhindert, dass sich mit Willy Witthaut ein echte Gefahr für Lennart Lokstein entwickeln konnte. Durch seinen zweiten Platz kann Willy nun bei einem TotT auf dem Boddencup nur gleichziehen. Selbiges gilt für Marcel Jüling und Tobias Kube. Nur der Langzeitführende Konrad Gütschow könnte Lennart einholen. Da er aber die letzen beiden Turnier immer Hand in Hand mit Lennart auf dem gleichen Platz stand, müsste er sich darum bemühen seinen Teampartner aktiv vom gemeinsamen Toplatz zu verdrängen. Wir warten gespannt auf einen Backstab!

Fazit: Geile Stadt, Geiler Club, Geile Stimmung, Supergeil! Hier hat sich ein Club für größeres beworben. Nein, eine Stadt hat sich für etwas größeres beworben! Denn wer noch um ein Uhr nachts auf der Party war, konnte sehen, wie die beiden einst konkurrierenden Clubs gemeinsam ausgelassen feierten. Dieses Turnier hat zusammenwachsenlassen, was zusammengehört. Wir wollen wiederkommen! Ein drittes Mal in einem Jahr!! Vielleicht zur ZEIT DEBATTE Heidelberg?

P.S: Und was alle Ausrichter sich merken sollten: alkoholische Geschenke können einer Party nie schaden!

pks/mc

Da bleibt selbst den Kommentatoren die Spucke weg!

Wir freuen uns auf ein Turnier in Göttingen:
Hier die ungekürzte und unkommentierte Einladung der Veranstalter.


Hallo liebe Debattierfreunde,

der Debattierclub Georgia Augusta freut sich frohe Kunde zu verbreiten:

Vom 19.9.-21.9.2014 wird in Göttingen der 

1. Göttinger Bunga-Bunga-Cup - DAS Turnier für interkulturellen Austausch 

stattfinden.

Das Turnier wird in BPS auf deutsch abgehalten und ist kein Spaßturnier, allerdings Teil der FDL.

Als Chefjuroren konnten wir Michael Saliba, Clemens Lechner und Nicolas Friebe gewinnen.

Es wird 6 Vorrunden, ein Halbfinale und ein Finale geben. Als Jurorenregelung werden wir die 
Clubregel anwenden, was bedeutet dass jeder teilnehmende Club einen Juroren stellen muss.

Unterkunft ist Crash, allerdings werden Duschen direkt am Crashort vorhanden sein.
Anreise kann ab Freitag Abend erfolgen. Turnierbeginn wird Samstag morgen um 8:00 Uhr sein.

Wir werden 24 Teamplätze anbieten, können aber bei Bedarf auf bis zu 32 Teamplätze aufstocken.

Der Kostenpunkt liegt bei 105 EUR pro Team, dass aus 2 Rednern und 1 Juroren besteht. Bitte beachtet dass wir nur Teamüberweisungen annehmen und daher die 105 EUR auch zu bezahlen sind falls z.B. das 2. oder 3. Team eines Clubs keinen Juror mitbringt.

Verpflegung wird mit Fleisch sein, wir bieten allerdings auch vegetarische Verpflegung an.

Falls ihr nun Lust bekommen habt, dann schickt uns bitte unter bungabungacup@gmail.com[1] eure Anmeldung. Bitte gebt eure Anzahl an gewünschten Teams und eine Kontaktperson (am besten mit Telefonnummer UND Emailadresse) an. 

Bitte nutzt die Email auch bei Rückfragen.

Die Anmeldung ist ab sofort eröffnet und schließt am 17.8.2014 um 23:59 Uhr.

Wir freuen uns auf EUCH !

Für den Vorstand des Debattierclub Göttingen

David Coenen-Staß

- Vizepräsident -

Dienstag, 17. Juni 2014

Und hinter dem Geheimturnier verbirgt sich...

Weil die Facebook begeiesterung garnicht aufhören will, veröffentlichen wir hier schonmal, was die Achte Minute auch raushauen wird. (Man beachte, das wir dieses Saison zum ersten mal schneller sind als Kollegen!)

Boddencup 2014 - meer als ein Turnier

Liebe Debattierende,

 uns haben auf Turnieren und Clubabenden immer wieder Gerüchte erreicht, der Boddencup würde dieses Jahr nicht stattfinden. Das dementieren wir hiermit nach inoffizieller Verkündung auf der DDM in
Berlin auch ganz offiziell und laden euch herzlich zum 6. Boddencup nach Greifswald ein!

 Als letztes Turnier der FDL-Saison 2013/2014 bietet euch der Boddencup wie gewohnt fünf Vorrunden, Halbfinale und Finale im Format BP. Chefjuroren sind Marc-Andre Schulz (Aachen), Barbara Schunicht (Hamburg) und Sarah Jaglitz (Greifswald/Berlin).

Anreise ist am Freitag, den 25. Juli bis 23 Uhr, Anreise zu 19h wird empfohlen, um garantiert Abendessen zu bekommen. Das Finale am Sonntag endet so, dass der 15:20 Uhr-Zug nach Berlin erreicht wird, der Euch noch z.B. Aachen, Tübingen oder Freiburg erreichen läßt.

Der Teilnahmebeitrag beträgt 17 Euro pro Person, die Unterbringung erfolgt auf Crash-Basis. Wem das zu rustikal ist, dem empfehlen wir Privatbuchung im Majuwi (www.majuwi.de), die Jugendherberge ist an dem Wochenende leider schon ausgebucht. Am Samstagabend grillen wir traditionsgemäß, Baden im
Bodden ist optional. Die Vorrunden finden auf dem alten Campus in der Innenstadt statt, das Finale voraussichtlich in den ehrwürdigen Hallen der Anatomie, beides vom Bahnhof und den Crashunterkünften zu Fuß zu erreichen. Für Frühstück (Samstag und Sonntag), Mittagessen (nur Sonntag; Samstag
Mittag Selbstverpflegung) und Abendessen (Freitag und Samstag) ist gesorgt. Wahlmöglichkeiten zu fleischhaltigen, fleischfreien und anderen Essenszusammenstellungen werden wir nach den Anmeldungen zusammen mit den Teilnehmerdetails abfragen.

Das Teamcap beträgt vorerst 24 Teams. Soweit möglich können in Absprache weitere Teams in Vierergruppen zugelassen werden. Es gilt die N-1 Regel, freie Juroren sind herzlich willkommen.

Die Anmeldefrist beginnt am 23. 6. und endet am 7. Juli um 18 Uhr, Anmeldungen bitte an Reinhard Müller unter boddencup2014@gmail.com schicken.

Für Fragen stehen wir euch unter dieser email-Adresse oder auf Facebook ( https://www.facebook.com/events/742575499118244/?notif_t=plan_user_invited]) zur Verfügung.

 Wir freuen uns schon auf Euch!

Für den Debattierclub Greifswald: Oliver, Reinhard und Sarah

Sonntag, 1. Juni 2014

Blog post dich, Koordinator streck dich, Punkte aus dem Sack!

Liebe Leser an den Empfangsgeräten,

Es waren einmal …
…unermüdliche vegetarische Marburger. Die hatten schon zweimal das gesamte VDCH-Land zu sich eingeladen. Doch die Marbuger dachten sich: „Wir wollen es nochmal wissen: erst den Kick-Off, dann das Geschichtsturnier und beim dritten Mal mit dem Brüder Grimm Cup in die FDL. Gesagt, getan und schon fand wieder ein Turnier im Herzen Deutschlands statt. Und als der Ruf vernommen wurde, da wollten so viele Clubs teilnehmen, dass zuerst jeder Club nur ein einziges Team entsenden durfte. Die Gäste reisten zu jeder erdenklichen Tages- und Nachtzeit an, um sich in 4 Vorrunden, zwei Halb- und einem Finale zu messen. Die Chefjuroren verkündeten vergnügt: „ Hier wird es Themen geben, die ihr so noch nicht gesehen habt.“ Und wie staunten die Redner, als sie die Themen sahen! Dafür wurden sie gut verpflegt denn in Marburg gab‘s die vegetarische Falafel mit der extra Pommes im Boden. Die Party hielt man dort wo schon früher gefeiert wurde. Doch was machten die frechen Debattierer? Sie genossen bis kurz vorm Break die letzten Sonnenstrahlen und tauschten teilweise Katzenfotos aus. Ein Trend, der sich bis zum heutigen Tage fortsetzt.

Langeweile in der Clubtabelle

Gerade einmal 3 Clubs bringen Bewegung in die Liga. Vorne bauen die Marburger im Heimspiel ihren Vorsprung um 4 auf 6 Punkte aus. Dahinter hat sich Mainz auf dem dritten Platz der FDL durch zwei Punkteschluchten nach vorne (29) und hinten (15) abgegrenzt. Im Mittelfeld bekommt nicht nur die BDU sondern auch das Aachen-Münster Mixed-Team 7 Punkte. Somit kann können im Gleichschritt keine Überholmanöver eingeleitet werden.

Ein hübsches Exemplar einer Rednertabelle

Neu in den Top 10 der Rednerliste wiederrum ist Steffan Torges. Potenzial auf einen Geteilten ersten Platz kündigt Marcel Jüling an der mit einem TotT mit Lennart Lokstein gleichziehen könnte. Ebendieser ist mit seinem Langzeitpartner, trotz diesmal unterschiedlicher Teams, punktgleich auf Platz 5 des Tabs, der beiden nicht weiterhilft. Auffällig sind die beiden Nullen bei dem Marburger Siegerteam Tobias Kube und Ruben Brandhofer. Diese sind in der Rednerleistung damit zu begründen, dass das Team in einer Runde freiwillig aussetzte. Der Springer Nicolas Friebe hielt statt ihnen mit 85 Punkten die beste Einzelrede des Turniers. An dieser Stelle begrüßen wir neu in den Top 20 Robert Pietsch und Felica Höer, die Endlich die OTTotTs aus der Liste schmeißen.

Die FDL macht jetzt erst einmal einen Monat Sommerpause und lässt sich wie die Bundesliga mit der WM durch die DDM substituieren. Danach haben wir noch 2 Turniere im Juli und das erste Turnier der neuen Saison direkt danach im August. Warum neue Saison? Weil die FDL seit der letzten VDCH Mitgliederversammlung nach dem Geschäftsjahr des VDCH läuft. Dadurch endet die Liga mit dem Juli. Mehr Turnierdetails gib es wahrscheinlich auf der DDM.

Bis dahin: Und wenn Marbuger in der nächsten Saison nicht gestorben sind, dann organisieren sie bestimmt schon wieder.

Dienstag, 20. Mai 2014

Über Heidelberg lässt sich nicht Neckern

Achtung ausgelutschtes Wortspiel!“(Sarah K.)
Das können wir schlagen!“ (Anonymer FDL-Koordinator)

Liebe Leser an den Empfangsgeräten,

[Disclaimer: Dieser Text wurde in Heidelberg geschrieben und sollte zeitnah veröffentlicht werden. Aufgrund des Bedürfniss der outgesourcten (Ja das ist ein deutsches Wort) Kontrollabteilung auch ohne Debattierturnier zu feiern sind Text und Inhalt nicht nach dem "vier Augen und mindest ein gesunder Menschenverstand" Prinzip geprüft.]
[Notiz der Kontrollabteilung: Text geprüft und genehmigt. 大兴区, 北京, 2013-05-22]

diese Debattiersportberichterstatung wird euch gesponsert durch die Heidelberger Innenstadt, die warme Sonne, den Neckar und einem schummrigen Gefühl, das sich aus Restalkohol und Müdigkeit ergibt. Wer jetzt denkt - 'türlich, war ja gestern DFB-Pokalfinale - der hat für ein Debattier überdurchschnittlich viel Ahnung von Fußball und vergisst zugleich, dass in Heidelberg eine Post-Turnier-Feier stattfand. Und wie da die Post abging! Denn was macht man als Debattierer, wenn die Hausparty in einer Location (Privatwohnung klingt einfach zu klein) stattfindet, in der man locker auch 6 Debatten parallel hätte abhalten können? Feiern. Aber vorher debattieren! Und da sind wir dann auch schon beim Zweck dieses Blogs. Es gab 3 Vorrunden und ein Finale. Es stritten 18 Teams aus 16 Clubs um 4 protzige Pokale! Gewonnen hat das Team "SK-BP feat. Tobi K." (oder so ähnlich) aus, der Leser mag es fast erahnen: Marburg.

Andersrum hieße es hinter Tübingen ist Nahrburg; auf jeden Fall TüRingen beide Clubs um die Spitze
Für die Namensrechte (und für Annna Mattes) muss Marburg jedoch 1/3 der Punkte an die SKB abtreten. Dadurch kann Tübingen mit dem zweiten Platz 2 Boden gut machen und steht nun den Gegenwert eines 9ten Platzes hinter den Turnierausrichtern des Brüder Grimm Cups am nächsten Wochenende.

Dahinter zeigt Mainz, dass sie sich nicht von der BDU überholen lassen wollen. Auf Platz vier des Tabs treffen wir einerseits Bayreuth, die Ausrichter der letzten Woche, ergänzt um einen Leipziger und auch Münster, die offenbar durch unseren Blogpost motiviert wurden zum zweiten Mal in 8 Turnieren zweistellig zu punkten. Aber da auch die Bonner da waren und sich direkt hinter Münster punkteten, bleibt auch der Kampf um Platz 5 spannend.

(Keine?) Stallorder: Lokstein verdrängt Gütschow von der Poleposition.
Vorne haben wir einen (den von uns vorhergesagten) Wechsel zwischen Lennart Lokstein aus Tübingen und Konrad Gütschow aus dem gleichen Club. Da das Tab uns verrät, dass Konrad ein Punkt zum Gleichstand und einen weiteren zum Verstärken seiner Position gefehlt hat, können wir nur sagen: Das war sehr knapp. UND wir können frei Spekulieren. Gut unterrichtete Kreise berichten, dass Tübinger Redner exzellent auf das OPD Regelwerk dressiert sind. Da mag man sich fragen, ob der Streitkultur-Vorstand hier ein künstliches Bremsmanöver verordnet hat? Oder gibt es eine Verschwörung, die einen Keil in das Herz aller Streitkulturen treiben soll? Und wenn ja, was haben die Illuminaten damit zu tun?

Hinter den Tübinger Würstchen hat sich zunächst nicht sehr viel geändert. Aber immerhin sind mit Christian Zimpelmann, Sarah Kempf und Josh Kohal drei Redner in die Top 20 geklettert. Die OtTotT Dinos scheinen jedoch wie es derzeit Sitte ist einfach unabsteigbar. Interessant ist hierbei, dass die beiden Bonner genau 13 Plätze nach oben kletterten, also ihren relativen Abstand zueinander beibehielten.

Hier in Heidelberg ziehen langsam Wolken auf, eine Straßenmusikerband spielt ein Mashup von "Oh, when the saints" und der "Moritat von Meckie Messer". Die FDL freut sich auf das nächste Wochenende in Marburg, wartet genauso gespannt auf Last Minute Turniermeldungen wie auf die DDM. Bis in einer Woche!

P.S.Liebe Heidelbären. Vielen Dank, es hat uns sehr gefallen, wir kommen gerne wieder.
P.P.S Wenn dieser Text veröffentlicht wird ist der Autor nicht mehr in Heidelberg, eine etwaige implizierte Obdachlosigkeit liegt nicht vor.